Gold: Zinserhöhungs-Erwartung auf 30,6 Prozent gefallen

Gesunkene Erwartungen an US-Zinserhöhungen treiben den Goldpreis auf Monatssicht um 9,1 Prozent nach oben. Neue Fed-Führung erhöht Unsicherheit.

Auf einen Blick:
  • Markterwartung für Zinserhöhung sinkt
  • Goldpreis steigt auf Monatssicht
  • Neuer Fed-Chef sorgt für Unsicherheit
  • Inflationsdaten beruhigen die Märkte

Die Fed-Falken verlieren an Boden. Innerhalb eines Monats ist die Markterwartung für eine Zinserhöhung im September regelrecht eingebrochen. Gold profitiert direkt davon.

Laut dem FedWatch-Tool der CME Group rechnen aktuell nur noch 30,6 Prozent der Marktteilnehmer mit einem Zinsschritt nach oben. Vor einem Monat lag dieser Wert noch bei 50 Prozent, weitere 8 Prozent erwarteten sogar eine Erhöhung um 50 Basispunkte. Die Mehrheit von 69,4 Prozent geht inzwischen davon aus, dass die Fed die Zinsen unverändert lässt.

Inflationsdaten drehen die Stimmung

Der Umschwung hat einen klaren Auslöser: die jüngsten US-Verbraucherpreisdaten. Der Index stieg im Monatsvergleich nur um 0,1 Prozent, im Jahresvergleich um 3,4 Prozent. Die Kernrate lag bei 2,5 Prozent — exakt im Rahmen der Erwartungen.

Das nimmt der Fed Druck, restriktiv zu handeln. Für Gold zählt hier vor allem die Opportunitätskosten-Logik: Je unwahrscheinlicher steigende Zinsen, desto attraktiver wird das zinslose Edelmetall im Vergleich zu verzinsten Anlagen.

Wichtig ist die Unterscheidung: Weniger Erhöhungsdruck bedeutet nicht automatisch baldige Zinssenkungen. Die Fed hält das ganze Jahr über an einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent fest. Erst enttäuschende Arbeitsmarktdaten hatten den Erhöhungspfad zuletzt infrage gestellt.

Kurs testet die 4.400-Dollar-Marke

Der aktuelle Kurs von 4.435,40 Dollar liegt rund 0,6 Prozent über dem Vortagsschluss. Auf Monatssicht steht ein Plus von 9,1 Prozent zu Buche — ein deutliches Signal, dass die gesunkenen Zinserwartungen bereits eingepreist sind.

Der Blick auf die längere Frist zeigt allerdings auch die Kehrseite. Vom 52-Wochen-Hoch bei 5.586,20 Dollar, erreicht Ende Januar, ist Gold weiterhin gut 21 Prozent entfernt. Die Handelswoche brachte laut Marktbeobachtern die beste Fünf-Tages-Performance seit Januar, während Goldminenaktien ihren stärksten Lauf seit 2008 hinlegten.

Warsh als neuer Unsicherheitsfaktor

Ein weiterer Treiber sitzt an der Fed-Spitze selbst. Der neue Vorsitzende Kevin Warsh kommuniziert nach Einschätzung von Marktbeobachtern deutlich vorsichtiger und zweideutiger als seine Vorgänger. Bei seinem ersten Fed-Treffen sorgte dieser Stil bereits für Kursverluste bei Aktien.

Der Effekt: Unsicherheit über die künftige Notenbankpolitik lässt Kapital aus Aktien in sichere Häfen wie Gold fließen. Ein Marktstratege erwartet deshalb weiter hohe Volatilität. Das kommende Fed-Treffen in Jackson Hole dürfte zeigen, ob Warshs Kommunikationsstil die Rally stützt oder bremst.

Die kommenden Wochen bis zur September-Sitzung werden zeigen, wie belastbar die aktuelle Erholung ist. Entscheidend bleibt, ob die Inflationsdaten ihren beruhigenden Trend fortsetzen — und wie die Fed unter Warsh ihre nächsten Signale formuliert.

Gold-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 14. August liefert die Antwort:

Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)