Gold: Unter 4.000 Dollar gerutscht

Symbolbild, KI-generiert

Die Feinunze verbilligt sich um rund 4,5 Prozent; Zinssorgen und Verkäufe an den Märkten setzen Gold und Silber unter Druck.

Auf einen Blick:
  • Feinunze kostet zuletzt rund 3.880 Dollar
  • Gold verliert im Oktober gut fünf Prozent
  • Silber gibt rund sechs Prozent nach
  • EZB ließ Leitzins am Donnerstag unverändert

Der Goldpreis hat am Freitag die Marke von 4.000 Dollar klar unterschritten. Auslöser sind Zinssorgen auf beiden Seiten des Atlantiks. Verstärkt wird der Druck durch einen breiten Abverkauf an den Märkten, der auch Edelmetalle mitreißt.

Zinsen als Gegenwind

Zuletzt kostete die Feinunze rund 3.880 Dollar, ein Minus von etwa 4,5 Prozent. Gold nähert sich damit seinen Jahrestiefs. Im Oktober summiert sich der Verlust auf gut fünf Prozent. Silber gibt noch deutlicher nach und verliert rund sechs Prozent.

Der Hintergrund: Hohe Preise für Kraftstoffe und Gas treiben die Inflation. Sorgen vor neuen Kämpfen im Nahen Osten halten die Energiepreise hoch. An den Märkten rechnen die meisten Beobachter deshalb mit einer Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank im Dezember. Die US-Notenbank Fed hält sich diese Option ebenfalls offen.

In den USA kletterte der bevorzugte Preisindikator der Fed im September auf 3,6 Prozent. Das liegt deutlich über dem Zwei-Prozent-Ziel. Da Gold keine Zinsen abwirft, machen steigende Renditen für Staatsanleihen das Metall weniger attraktiv.

Enthebelung an den Märkten

Hinzu kommt ein Verkaufsdruck, der mit Gold selbst wenig zu tun hat. Nach schwachen Reaktionen auf Zahlen von Amazon und Intel geraten KI-Aktien unter Druck. Marktbeobachter sehen darin eine allgemeine Enthebelung: Wer bei Tech-Werten Verluste schreibt, muss Sicherheiten nachschießen und verkauft womöglich andere Positionen, darunter Gold und Silber. Auch Bitcoin gibt nach, hier belastet zusätzlich ein Hackerangriff auf die Börse Binance.

Völlig eindeutig ist die Zinsfrage allerdings nicht. Die deutsche Inflationsrate fiel im Oktober stärker als erwartet unter drei Prozent, vor allem wegen des Tankrabatts. Die Commerzbank warnt trotzdem vor Entwarnung, weil die hohen Energiepreise schrittweise auf andere Güter durchschlagen dürften.

ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski sieht dagegen keine Zweitrundeneffekte und hält eine Dezember-Erhöhung für nicht beschlossen. Die EZB ließ den Leitzins am Donnerstag unverändert.

Für Gold bleibt der Dezember der Knackpunkt. Bestätigt sich eine Zinserhöhung bei EZB und Fed, dürfte der Gegenwind anhalten. Signalisieren die Notenbanken dagegen Zurückhaltung, könnte das Metall seine Jahrestiefs verteidigen.

Stand heute, 31. Oktober: Gold – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in Gold investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 31. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

Gold: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)