Gold: Schweizer Exporte springen um 65 Prozent

Symbolbild, KI-generiert

Robuste US-Daten und höhere Anleiherenditen belasten Gold, während Zentralbankkäufe und geopolitische Risiken den Preis stützen.

Auf einen Blick:
  • Spotpreis verliert 0,7 Prozent
  • Zinswetten bis Jahresende bei 87 Prozent
  • Zentralbanken kaufen netto 39 Tonnen
  • Schweizer Goldexporte steigen um 65 Prozent

Am Rohstoffmarkt gerät Gold zur Wochenmitte unter Druck. Ein erstarkender US-Dollar und anhaltende Zinssorgen dämpfen das Interesse an dem Edelmetall. Aktuell notiert der Spotpreis bei 4.133,31 US-Dollar je Feinunze, was einem Tagesverlust von 0,7 Prozent entspricht. Die Aussicht auf eine länger restriktiv bleibende Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve verunsichert die Marktteilnehmer spürbar.

Furcht vor zäher Inflation treibt Renditen

Als wesentlicher Belastungsfaktor erweisen sich robuste US-Wirtschaftsdaten und steigende Renditen für Staatsanleihen. Laut Reuters zeigte der jüngste ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor, dass der Preisdruck bei Vorleistungen im September den höchsten Stand seit mehr als vier Jahren erreichte. Diese Entwicklung schürt an den Märkten Sorgen vor einer Inflation, die bis in das Jahr 2027 erhöht bleiben könnte.

Für das zinslose Edelmetall bedeutet dieses Umfeld Gegenwind. Zwar dämpfte die jüngste Abkühlung am US-Arbeitsmarkt die Wetten auf einen unmittelbaren Zinsschritt im Herbst. Laut Reuters preisen die Terminmärkte eine weitere Straffung bis zum Jahresende jedoch weiterhin mit einer Wahrscheinlichkeit von 87 Prozent ein. Höhere Renditen von Staatsanleihen verteuern die Opportunitätskosten für das Halten von Gold.

Geopolitische Risiken und Notenbankkäufe stützen

Auf der anderen Seite verhindern geopolitische Spannungen stärkere Kursrücksetzer. Medienberichten zufolge sorgten Angriffe auf Öltanker in der Straße von Hormus für neue Verunsicherung über mögliche Lieferstörungen.

Kyle Rodda von Capital.com verwies gestern darauf, dass die Lage im Nahen Osten jederzeit als Katalysator für einen Preisausbruch wirken könne. Giovanni Staunovo von der UBS bezeichnete zudem die steigenden US-Staatsschulden als langfristige strukturelle Stütze für Gold.

Zusätzlich fängt die physische Nachfrage der Notenbanken das Angebot auf. Nach Erhebungen des World Gold Council summierten sich die weltweiten Zentralbankkäufe im August per saldo auf 39 Tonnen. China führte die Gruppe der Käufer an, während auch Polen und Usbekistan ihre Währungsreserven weiter aufstockten.

Verschiebungen im globalen Handel

Auch im physischen Handel zeigen sich deutliche regionale Verschiebungen. Laut Reuters stiegen die Schweizer Goldexporte im Spätsommer gegenüber dem Vormonat um 65 Prozent. Während die Lieferungen nach Großbritannien und China deutlich zulegten, brach die Nachfrage aus Indien ein.

Als Ursachen für die indische Zurückhaltung galten die hohen Preise sowie ein reichliches Angebot an recyceltem Altgold. Auf der Förderseite entspannte sich zudem die Lage in Mali, nachdem sich Barrick Mining mit den Gewerkschaften am Loulo-Gounkoto-Komplex geeinigt und Streiks abgewendet hatte.

Warten auf die Fed-Protokolle

Vor diesem Hintergrund richten die Akteure ihre Aufmerksamkeit nun auf die Federal Reserve. Am heutigen Mittwoch veröffentlichen die Währungshüter das Protokoll ihrer jüngsten Zinssitzung. Marktteilnehmer suchen darin nach klaren Hinweisen auf den weiteren Zinspfad vor dem anstehenden Zinsentscheid Ende Oktober. Mit einem Abstand von 26 Prozent zu seinem 52-Wochen-Hoch bleibt Gold vorerst in einer Konsolidierungsphase gefangen.

Gold-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 07. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 07. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)