Gold Reserve zieht einen harten Schnitt. Der Vorstand hat den geplanten Spin-off der US-Tochter Dalinar Energy gebilligt. Damit rückt der Konzern näher an eine reine Beteiligungsstruktur heran und trennt zugleich die juristischen Ansprüche gegen Venezuela vom operativen Geschäft.
Rechte und Klagen werden ausgelagert
Die Transaktion sieht vor, dass Gold Reserve die wirtschaftlichen Rechte und die zugehörigen Urteile aus dem Schiedsspruch von 2014 an Dalinar Energy überträgt. Die Aktien der Tochter sollen direkt an die bestehenden Aktionäre gehen.
Parallel dazu ordnet das Unternehmen sein Bergbaugeschäft neu. Dafür ist die bereits angekündigte American Heralds Mining Corporation vorgesehen. So trennt Gold Reserve die Suche nach Entschädigung von den verbleibenden operativen Interessen.
Im Kern geht es um einen alten Streit. Der Schiedsspruch steht im Zusammenhang mit der Enteignung des Brisas-Gold-Kupferprojekts im Jahr 2008. Ursprünglich sprach das ICSID 740,3 Millionen US-Dollar zu. Mit Zinsen liegt der Anspruch inzwischen bei rund 1,2 Milliarden US-Dollar.
Citgo bleibt der große Hebel
Die Umbaupläne fallen in eine laufende Auseinandersetzung um Citgo. Gold Reserve geht in den USA gegen den von einem Gericht angeordneten Verkauf von PDV Holding vor, der Muttergesellschaft der Raffinerie.
Streitpunkt ist ein Gebot von Amber Energy, einer Tochter von Elliott Management. Das Delaware-Gericht hatte den Zuschlag für 5,9 Milliarden US-Dollar gebilligt. Gold Reserve hält das eigene letzte Angebot von 7,9 Milliarden US-Dollar für deutlich höher und kritisiert den Ablauf des Verfahrens.
Der Konzern wirft dem Prozess vor, gegen das Recht von Delaware verstoßen zu haben. Nach seiner Darstellung habe das Verfahren nicht das höchste qualifizierte Gebot berücksichtigt und übliche Schutzmechanismen für Bieter ignoriert.
Politisches Umfeld verändert sich
Auch in Venezuela bewegt sich etwas. Im zweiten Quartal 2026 hat die Regierung dort ein modernisiertes Bergbaugesetz verabschiedet. Es kippt frühere Vorgaben für eine verpflichtende staatliche Mehrheitsbeteiligung.
Für neue Projekte schafft das mehr Spielraum. Das Gesetz ermöglicht nun Konzessionen mit einer Laufzeit von 30 Jahren und öffnet breiter für internationale Schiedsverfahren.
Für Gold Reserve reicht das aber noch nicht für einen Neustart. Sanktionen und der offene Streit um die Zahlung von 1,2 Milliarden US-Dollar bleiben zentrale Hürden. Später in diesem Jahr will das Unternehmen ein formelles Proxy- und Informationsdokument zu den geplanten Spin-offs vorlegen. Die Abstimmung und die endgültigen Freigaben sollen bis zum vierten Quartal 2026 folgen.
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