Der Goldpreis hat am Montagmorgen ein neues Allzeithoch erreicht und kletterte bis knapp unter die Marke von 4.600 Dollar pro Feinunze. Mit einem Plus von eineinhalb Prozent setzte das gelbe Edelmetall seine beeindruckende Rally fort – bereits der sechste Gewinntag an nur sieben Handelstagen in 2025. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus damit auf sechs Prozent.
Doch was treibt den Preis derart in die Höhe? Die Antwort liegt in einer explosiven Mischung aus geopolitischen Spannungen und beispiellosen Angriffen auf die Unabhängigkeit der US-Notenbank.
Iran-Krise eskaliert dramatisch
Die Lage im Iran verschärft sich stündlich. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen sind bereits über 500 Menschen bei den Massenprotesten gegen die autoritäre Staatsführung ums Leben gekommen. Teheran reagierte am Sonntag mit massiven Drohungen: US-Militärstützpunkte könnten angegriffen werden, sollte Präsident Trump seine Ankündigungen wahrmachen.
Trump selbst erhöhte den Druck weiter. An Bord der Air Force One kündigte er an, möglicherweise „vorher handeln“ zu müssen – eine kaum verhüllte Drohung militärischer Intervention. Gleichzeitig erwägt er, die Demonstranten mit Starlink-Satelliteninternet zu unterstützen, nachdem die iranische Staatsführung den Internetzugang nahezu vollständig gesperrt hat. Ein Gespräch mit Elon Musk war bereits für Sonntag angesetzt.
Fed-Chef Powell: Vorladung als Druckmittel?
Parallel dazu sorgt eine beispiellose Eskalation in Washington für Aufsehen. Das US-Justizministerium hat Fed-Chef Jerome Powell vorgeladen und droht ihm mit strafrechtlicher Anklage. Der Vorwurf: Falschaussagen vor dem Kongress im Zusammenhang mit Kostenüberschreitungen beim Umbau des Fed-Hauptsitzes.
Powell wies die Vorwürfe scharf zurück und bezeichnete das Vorgehen als Versuch politischer Einflussnahme. „Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten festlegen kann – oder ob die Geldpolitik von politischem Druck bestimmt wird“, erklärte er. Die Sorgen um die Unabhängigkeit der Notenbank wachsen.
Silber zieht mit – Allzeithoch in Sichtweite
Auch Silber profitiert massiv vom Safe-Haven-Run. Mit einem Anstieg von viereinhalb Prozent auf 83,45 Dollar liegt der Preis nur noch einen halben Dollar unter dem Rekordhoch von Ende 2025. Das Weißmetall hatte im vergangenen Jahr bereits ein sensationelles Plus von 150 Prozent verzeichnet – deutlich mehr als Gold mit seinen 65 Prozent.
Die Kombination aus seiner Funktion als sicherer Hafen und seiner Bedeutung als Industriemetall für KI, Robotik und Energieanwendungen macht Silber besonders attraktiv.
Das Vorgehen gegen Powell könnte die Entwicklung weiter befeuern. Sollte die Fed unter Druck geraten, schneller Zinsen zu senken, würden US-Staatsanleihen für Investoren unattraktiver – und Edelmetalle im Gegenzug noch begehrter. Der perfekte Sturm für Gold und Silber nimmt weiter Fahrt auf.
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