Gold: Monatsgewinn übertrifft zehn Prozent

Symbolbild, KI-generiert

Gold verzeichnete im August den stärksten Monatszuwachs seit Januar. Geldpolitik, Dollar und geopolitische Spannungen prägten die Preisbewegung.

Auf einen Blick:
  • Gold legte im August über 10 Prozent zu
  • Preis erreichte 4.641,27 US-Dollar
  • Dollar und Fed-Signale bewegten den Markt
  • Aktueller Kurs liegt 27 Prozent über Jahrestief

Gold hat den August mit einem der besten Monatsgewinne seit Januar abgeschlossen und notiert weiterhin deutlich über den Niveaus von vor wenigen Monaten.

Nach einem Zwischenhoch von 4.641,27 US-Dollar je Feinunze am 24. August, dem höchsten Stand seit dem 15. Mai, kam es zu einer Serie moderater Rücksetzer. Reuters bezifferte den Goldpreis zum Monatsende auf 4.448,19 US-Dollar je Feinunze, ein Minus von 0,1 Prozent auf Tagesbasis, aber immer noch klar über dem Niveau von vor vier Wochen.

Aktuell liegt der Goldpreis bei 4.474,97 US-Dollar je Feinunze, nahezu unverändert gegenüber dem gestrigen Schlusskurs von 4.473,07 US-Dollar. Die Ruhe der vergangenen Tage kontrastiert mit der Volatilität des Augusts, in dem geldpolitische Weichenstellungen und geopolitische Nachrichten den Preis im Wochentakt bewegten.

Jackson Hole als Wendepunkt

Der Auslöser für den kräftigen Anstieg im August lag in einer Ausweitung des Rückkaufprogramms für lang laufende US-Staatsanleihen durch die US-Finanzverwaltung. Reuters berichtete, dass Gold daraufhin auf ein Dreimonatshoch von 4.623,94 US-Dollar je Feinunze sprang, begünstigt durch einen schwächeren Dollar und bullische charttechnische Signale.

In den folgenden Tagen richtete sich die Aufmerksamkeit der Märkte auf das Jackson-Hole-Symposium und die dortige Rede von Fed-Chef Kevin Warsh. Vor dem Auftritt gab Gold zunächst nach, Reuters vermeldete am 28. August einen Rückgang um 0,5 Prozent auf 4.576,30 US-Dollar je Feinunze, nachdem zuvor bereits am 27. August ein Plus von 0,2 Prozent auf 4.599,57 US-Dollar verzeichnet worden war. Anhaltende Sorgen über eine Dollar-Entwertung wirkten dabei stützend, während Anleger zugleich auf klarere Signale zum künftigen Zinspfad warteten.

Gewinnmitnahmen vor Inflationsdaten

Bereits am 25. August war der Preis um 0,4 Prozent auf 4.634,76 US-Dollar je Feinunze zurückgefallen, nachdem er im Tagesverlauf ein neues Mehrmonatshoch markiert hatte. Reuters nannte Gewinnmitnahmen und einen festeren Dollar als Gründe, während Marktteilnehmer sich auf bevorstehende US-Inflationsdaten sowie weitere Notenbank-Reden vorbereiteten.

Am 26. August setzte sich diese Bewegung fort: Ein Rückgang um 0,8 Prozent auf 4.618,03 US-Dollar je Feinunze wurde Reuters zufolge vor allem durch die Fokussierung des Marktes auf mögliche Fed-Zinssignale getrieben.

Zum Monatsende verdichteten sich dann zwei gegenläufige Kräfte: gestiegene Wetten auf einen Zinsschritt der Federal Reserve auf der einen Seite, erneute geopolitische Spannungen im Nahen Osten auf der anderen. Reuters ordnete den leichten Tagesverlust am 31. August dieser Gemengelage zu, betonte aber gleichzeitig, dass Gold im gesamten Monat mehr als 10 Prozent zugelegt habe – der stärkste Monatsgewinn seit Januar.

Was die Konsolidierung für Anleger bedeutet

Die aktuelle Seitwärtsbewegung lässt sich als Verschnaufpause nach einer außergewöhnlich starken Rally lesen. Der Goldpreis bewegt sich mittlerweile 27 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 3.510,04 US-Dollar, das am 4. September vor einem Jahr markiert wurde.

Für Anleger bleibt entscheidend, wie sich die Erwartungen an die US-Geldpolitik in den kommenden Wochen weiterentwickeln – die Fed-Zinserwartungen und die Dollar-Entwicklung dürften auch nach dem turbulenten August die zentralen Preistreiber bleiben. Belastbare aktuelle Daten zu ETF-Flüssen oder Notenbank-Käufen, die zusätzliche Impulse liefern könnten, lagen zuletzt nicht vor.

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