Gold: Krieg, Blockade und ein zögerlicher Markt!

Trotz militärischer Spannungen um die Straße von Hormus zeigt sich der Goldmarkt überraschend stabil und unbeeindruckt.

Auf einen Blick:
  • Goldpreis nach über 2% Verlust am Vortag wieder leicht erholt auf 4.528,99 Dollar
  • USA und Iran liefern sich neue Angriffe im Persischen Golf um die Straße von Hormus
  • Fed-Chef Williams sieht Geldpolitik gut aufgestellt, Trump fordert weiter Zinssenkungen
  • SPDR Gold Trust hält Bestände stabil bei 1.040,66 Tonnen

Am Montag rauschte Gold um mehr als zwei Prozent nach unten, auf den tiefsten Stand seit dem 31. März. Und dann? Nichts Großes. Am Dienstag steht der Spotpreis bei 4.528,99 Dollar je Unze, ein kleines Plus von 0,2 Prozent. June-Futures bei 4.538,20 Dollar. Der Markt atmet durch, mehr nicht.

Hormus brennt, Gold gähnt

Was sich im Persischen Golf abspielt, ist alles andere als banal. Die USA und der Iran liefern sich neue Angriffe um die Kontrolle über die Straße von Hormus. Das US-Militär gibt an, sechs iranische Schnellboote zerstört und iranische Marschflugkörper sowie Drohnen abgefangen zu haben. Gleichzeitig hat ein US-amerikanisches Schiff des Reederei-Konzerns Maersk die Straße in Begleitung der US-Marine passiert. Ein fragiler Waffenstillstand wackelt, die Ölmärkte reagieren nervös.

Gold hingegen hält die Ruhe. Wer jetzt auf einen klassischen Safe-Haven-Run gesetzt hat, wartet noch.

Gold/US-Dollar Chart

Williams beruhigt, Trump poltert

New York Feds John Williams erklärte am Montag, die US-Geldpolitik sei „gut positioniert“, um mit der wirtschaftlichen Unsicherheit des Nahostkonflikts umzugehen. Sobald der aktuelle Inflationsschub nachlasse, könne die Notenbank wieder Richtung niedrigerer Zinsen schauen. Klingt nach Geduld.

Trump hingegen hat keine. Per Social Media bekräftigte er erneut, die Zinsen seien zu hoch. Das ist nun schon seit Monaten sein Dauertonfall, und der Markt hat ihn wohl eingepreist.

ETF-Bestände, stabil wie ein Fels

Der SPDR Gold Trust, weltgrößter goldgedeckter ETF, meldete zuletzt unveränderte Bestände von 1.040,66 Tonnen. Kein Zufluss, kein Abfluss. Silber legte 0,1 Prozent auf 72,76 Dollar zu, Platin gewann 0,5 Prozent auf 1.954,80 Dollar, Palladium stieg 0,8 Prozent auf 1.491,84 Dollar.

Gold also: zwei Prozent runter, dann ein Fünftel Prozent rauf. Für einen Tag mit Drohnenabschüssen im Golf ist das eine bemerkenswert unaufgeregte Reaktion.

Gold-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 06. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 06. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)