Gold: Indien hebt Zoll auf 15 Prozent

Steigende US-Inflation und überraschende Importzölle in Indien setzen den Goldpreis massiv unter Druck. Der Kurs fiel auf Wochensicht um 3,5 Prozent.

Auf einen Blick:
  • Gold verliert 3,5 Prozent in einer Woche
  • US-Inflationsdaten treiben Anleiherenditen
  • Indien erhöht Goldimportzölle auf 15 Prozent
  • Fed-Protokoll gibt Hinweise auf Zinspolitik

Geopolitische Krisen treiben normalerweise den Goldpreis. Aktuell passiert genau das Gegenteil. Das Edelmetall verliert massiv an Wert. Ein toxischer Mix aus hartnäckiger US-Inflation und überraschenden Zöllen in Indien schreckt Käufer ab.

Am Freitag schloss der Spot-Preis bei rund 4.554 US-Dollar pro Unze. Auf Wochensicht bedeutet das ein Minus von dreieinhalb Prozent. Damit rutschte der Kurs spürbar unter wichtige Durchschnittslinien.

Der Abstand zum Rekordhoch vom Januar wächst weiter. Aktuell notiert das Edelmetall gut 16 Prozent unter diesem Spitzenwert. Dennoch bleibt seit Jahresanfang ein knappes Plus bestehen.

Inflation treibt US-Anleiherenditen

Die jüngsten US-Konjunkturdaten zerstören die Hoffnung auf sinkende Zinsen. Der Verbraucherpreisindex stieg im April auf 3,8 Prozent. Der Erzeugerpreisindex kletterte sogar um 6,0 Prozent. Das ist der stärkste Zuwachs seit vier Jahren.

Teures Öl heizt diese Entwicklung weiter an. Die Marktteilnehmer erwarten nun eine restriktive Geldpolitik. Laut CME FedWatch-Tool liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung bis Ende 2026 bei fast 50 Prozent. Fed-Chef Kevin Warsh signalisierte bereits anhaltend hohe Zinsen.

Die Folge: Zehnjährige US-Staatsanleihen rentieren aktuell bei knapp 4,6 Prozent. Das mindert die Attraktivität von unverzinstem Gold enorm. Parallel dazu erreichte der US-Dollar den höchsten Stand seit Anfang April. Ein starker Dollar macht das Edelmetall für viele Käufer teurer.

Indiens Zölle drosseln Nachfrage

Ein weiterer harter Schlag trifft den physischen Markt. Die indische Regierung hob die Importzölle für Gold überraschend von 6 auf 15 Prozent an. Indien gehört zu den weltweit größten Abnehmern des Edelmetalls. Diese drastische Maßnahme löste sofort Rekordabschläge im lokalen Handel aus.

Die stabile Nachfrage in China kann diesen Ausfall nicht kompensieren. Auch die angespannte geopolitische Lage stützt den Kurs aktuell nicht. Das jüngste Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping brachte keine Lösung für die Blockade der Straße von Hormus.

Marktbeobachter werten das Scheitern dieses Gipfels als weiteren Inflationstreiber. Charttechnisch rückt nun die Marke von 4.500 US-Dollar als nächste Unterstützung in den Fokus. Am kommenden Mittwoch veröffentlicht die US-Notenbank das Protokoll ihrer April-Sitzung. Dieses Dokument wird konkrete Hinweise auf den weiteren Zinspfad liefern.

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