Gold: Indien erhöht Zoll auf 15 Prozent

Steigende US-Inflation und ein drastisch erhöhter Goldimportzoll in Indien setzen den Goldpreis unter Druck. Analysten erwarten vorerst eine Seitwärtsbewegung.

Auf einen Blick:
  • Indien erhöht Goldimportzoll auf 15 Prozent
  • US-Inflationsdaten dämpfen Zinssenkungshoffnungen
  • Goldpreis fällt auf Monatssicht um vier Prozent
  • Geopolitische Risiken stützen die Nachfrage

Gold gilt als klassischer sicherer Hafen. Aktuell steckt das Edelmetall aber in der Zange. Heiße US-Inflationsdaten treiben die Anleiherenditen nach oben. Parallel würgt Indien den weltweit zweitgrößten physischen Markt ab.

Neu-Delhi zieht die Notbremse. Seit dem 13. Mai 2026 gilt in Indien ein drastisch höherer Importzoll auf Gold und Silber. Die Abgabe springt von sechs auf 15 Prozent. Die Regierung will damit den massiven Abfluss von Devisen stoppen.

Zuvor waren die indischen Goldeinfuhren extrem gestiegen. Im ersten Quartal verdoppelte sich der Wert der Nachfrage auf einen Rekordwert. Dieser Boom belastet die Währungsreserven des Landes schwer. Da der andauernde Konflikt zwischen den USA und dem Iran die Ölpreise treibt, zwingt der Devisenmangel Indien nun zum Handeln.

Branchenvertreter warnen nun vor Nebenwirkungen. Ein höherer Zoll könnte den Schmuggel wiederbeleben. Die Geschichte zeigt ohnehin: Frühere Steuererhöhungen konnten die indische Goldliebe kaum bremsen.

Zinsangst drückt auf den Kurs

Auf der anderen Seite des Globus belasten US-Wirtschaftsdaten den Goldpreis. Die Verbraucherpreise stiegen im April um 3,8 Prozent zum Vorjahr. Auch die Erzeugerpreise kletterten unerwartet stark. Das verteuert Konsumgüter und zerschlägt Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen.

Investoren rechnen für dieses Jahr kaum noch mit sinkenden Leitzinsen. Im Gegenteil. Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung nimmt zu und treibt die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen auf fast 4,5 Prozent. Höhere Zinsen machen das zinslose Gold für Anleger unattraktiver.

Goldpreis sucht nach Halt

Am Donnerstag notiert die Feinunze bei rund 4.682 US-Dollar. Auf Monatssicht steht damit ein Minus von knapp vier Prozent auf der Anzeigetafel. Seit Jahresbeginn bleibt Anlegern dennoch ein solides Plus von fast acht Prozent.

Die weitere Richtung hängt nun stark von der Geopolitik ab. Analysten des World Gold Council sehen Konflikte wie die Krise im Nahen Osten als dauerhafte Stütze für die Nachfrage. Solange die Zinsen in den USA hoch bleiben, deckelt das jedoch das Aufwärtspotenzial. Der Kurs dürfte vorerst um die Marke von 4.700 US-Dollar pendeln.

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