Gold glänzt – und die Börse folgt dem Besten

Der weltgrößte Goldproduzent Newmont meldet starke Quartalszahlen, einen Rekord-Cashflow und eine positive Nettocash-Position.

Auf einen Blick:
  • Fünf Quartale in Folge Analystenerwartungen übertroffen
  • Rekord-Cashflow von 7,3 Milliarden Dollar erwirtschaftet
  • Schulden um 3,4 Milliarden Dollar reduziert
  • Quartalsdividende von 26 Cent je Aktie beschlossen

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

stellen Sie sich vor: Ein Unternehmen übertrifft fünf Quartale in Folge die Erwartungen der Wall Street. Es erwirtschaftet Rekordgewinne, baut Schulden ab, schüttet Milliarden an Aktionäre aus – und trotzdem reagiert die Börse zunächst mit Skepsis. Genau das war die Situation nach Vorlage der letzten Quartalszahlen bei Newmont Corporation, dem weltweit größten Goldproduzenten. Doch am Ende zeigte sich, was wirklich zählt: die fundamentale Stärke des Unternehmens. Die positive Grundtendenz setzte sich durch.

Fünfmal besser als erwartet

Newmont meldete für das vierte Quartal 2025 einen bereinigten Gewinn von 2,52 Dollar je Aktie. Analysten hatten lediglich 2,05 Dollar erwartet. Der Umsatz kletterte auf 6,82 Milliarden Dollar – gegenüber einer Konsensschätzung von 6,19 Milliarden Dollar. Das sind keine marginalen Übertreffer. Das ist eine deutliche Outperformance in jedem relevanten Kennwert.

Für das Gesamtjahr 2025 erzielte Newmont einen bereinigten Gewinn von 6,89 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 22,67 Milliarden Dollar. Allein der Goldabsatz belief sich auf 19,3 Milliarden Dollar – ein Plus von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Produktion aus dem Kernportfolio erreichte 5,7 Millionen attributierbare Goldunzen, insgesamt 5,9 Millionen Unzen. Hinzu kamen 28 Millionen Unzen Silber und 135.000 Tonnen Kupfer.

Die Aktie schwankte nach Bekanntgabe der Zahlen deutlich. Vorbörslich stand zunächst ein Minus von 3,5 Prozent zu Buche. Doch der Markt fand rasch zu seiner fundamentalen Einschätzung zurück – und die lautet positiv.

Der Goldpreis als Treiber hinter allem

Der eigentliche Schlüssel zu Newmonts Erfolg liegt nicht allein im operativen Management. Er liegt im Goldpreis. Der durchschnittlich erzielte Goldpreis stieg 2025 auf 3.498 Dollar je Unze – ein Anstieg von 45 Prozent gegenüber den 2.408 Dollar am Ende des Jahres 2024. Wer diesen Rückenwind versteht, versteht auch, warum Newmonts Zahlen so beeindruckend aussehen.

Gold hat in den vergangenen zwölf Monaten eine bemerkenswerte Rally hingelegt. Geopolitische Spannungen, Inflationssorgen und eine zunehmende Skepsis gegenüber Papierwährungen treiben institutionelle wie private Investoren in das Edelmetall. Newmont als weltgrößter Produzent profitiert überproportional davon.

Jede weitere Preissteigerung schlägt direkt auf die Marge durch – ein klassischer operativer Hebel, den kein Technologieunternehmen bieten kann. Hinzu kommt: Im Gegensatz zu reinen Finanzprodukten wie Gold-ETFs bietet Newmont echte operative Substanz. Das Unternehmen gräbt, produziert und verkauft – und verwandelt steigende Rohstoffpreise in messbaren Unternehmensgewinn.

Rekord-Cashflow und radikaler Schuldenabbau

Das Jahr 2025 wird in der Unternehmensgeschichte als Wendepunkt eingehen. Newmont erzielte einen freien Cashflow von rekordverdächtigen 7,3 Milliarden Dollar. Dieses Geld wurde nicht gehortet. Das Management handelte bereits konsequent: 3,4 Milliarden Dollar flossen zurück an die Aktionäre. Gleichzeitig wurde die Verschuldung um ebenfalls 3,4 Milliarden Dollar reduziert. Das Unternehmen schloss das Jahr in einer Nettocash-Position ab. Das heißt, man landete im Saldo von liquidem Vermögen und Schulden in der Pluszone. Das schaffen nur wenige Unternehmen.

Zusätzlich generierte Newmont 3,6 Milliarden Dollar aus der Portfoliooptimierung. Dabei wurden Nicht-Kernaktivitäten veräußert, um den Fokus auf die profitabelsten Minen zu schärfen. Das Ergebnis ist ein schlankes, leistungsstarkes Kernportfolio – mit klarer Ausrichtung auf die margenstärksten Operationen.

CEO Natascha Viljoen bezeichnete 2025 als Meilenstein für das Unternehmen. Der Begriff ist berechtigt. Newmont hat sich in kurzer Zeit von einem schuldenbelasteten Konzern zu einem Free-Cashflow-Giganten mit solider Bilanz transformiert.

Ausblick 2026: Investitionen in die Zukunft

Für das laufende Jahr plant Newmont eine Produktion von rund 5,3 Millionen attributierbaren Goldunzen – davon mehr als 3,9 Millionen aus direkt verwalteten Operationen. Die Produktionsschätzung liegt damit leicht unter dem Vorjahresniveau, was auf planmäßige Portfoliobereinigungen zurückzuführen ist und keine operative Schwäche signalisiert.

Das Investitionsprogramm für 2026 umfasst nachhaltige Kapitalausgaben von 1,95 Milliarden Dollar für Infrastruktur und laufende Minenentwicklung. Darüber hinaus fließen 1,4 Milliarden Dollar in besonders rentable Kurzfristprojekte – darunter zwei Operationen in Australien, die als strategisch wichtig für die Margenentwicklung gelten.

Besonders relevant für einkommensorientierte Anleger: Der Vorstand beschloss eine Quartalsdividende von 26 Cent je Aktie, zahlbar am 26. März an Aktionäre, die am 3. März im Aktienregister eingetragen sind. Die Dividendenpolitik unterstreicht das Bekenntnis des Managements zur kontinuierlichen Aktionärsrendite.

Kursschwankungen als Einstiegsfenster – ein bekanntes Muster

Newmonts Aktie ist seit Jahresbeginn bereits um 25,6 Prozent gestiegen. Über die vergangenen zwölf Monate summiert sich das Plus auf nahezu 161 Prozent. Ein erheblicher Teil dieser Performance wurde im Vorfeld starker Ergebnisse eingepreist. Es ist daher wenig überraschend, dass professionelle Händler den Ergebnistag zunächst für Gewinnmitnahmen nutzten.

Solche kurzfristigen Reaktionen sind typisch für Aktien mit starker Vorperformance. Sie sagen wenig über den fundamentalen Wert eines Unternehmens aus. Dass sich Newmont nach der initialen Schwäche stabilisierte und die positive Grundtendenz behauptete, ist ein deutliches Signal. Der Markt hat das Zahlenwerk geprüft – und für gut befunden.

Langfristig orientierte Investoren wissen: Kursschwankungen rund um Ergebnisveröffentlichungen sind keine Warnsignale. Sie sind Einstiegsfenster. Wer in solchen Momenten Ruhe bewahrt und auf die fundamentalen Daten vertraut, verschafft sich systematisch einen Vorteil gegenüber kurzfristig denkenden Marktteilnehmern.

Gold als strategische Portfoliokomponente

Newmont ist nicht nur ein Goldproduzent. Das Unternehmen ist gleichzeitig einer der weltweit bedeutendsten Kupfer- und Silberproduzenten – zwei Metalle, die für die Energiewende unverzichtbar sind. Kupfer wird für Elektrofahrzeuge, Stromnetze und erneuerbare Energieinfrastruktur in wachsenden Mengen benötigt. Newmont profitiert damit von zwei langfristigen Megatrends gleichzeitig: der Nachfrage nach sicheren Wertanlagen und der Transformation des globalen Energiesystems.

Für ein gut diversifiziertes Portfolio bietet Newmont eine seltene Kombination. Das Unternehmen liefert Rohstoffexposure mit Dividendeneinkommen, solider Bilanz und einem Management, das bewiesen hat, dass es Versprechen einhält. Denver-basiert, global tätig, fundamental stark – das ist das Profil eines Unternehmens, das auch in einem turbulenten Marktumfeld Bestand hat.

Fazit: Starke Zahlen setzen sich durch

Newmont hat geliefert. Fünfmal in Folge. Mit Rekord-Cashflow, radikalem Schuldenabbau und einem klaren Investitionsplan für 2026. Die kurzfristige Volatilität nach den Zahlen hat das Gesamtbild nicht verändert – sie hat es im Grunde nur bestätigt. Ein Unternehmen, dessen Aktie trotz initialem Gegenwind die positive Tendenz behauptet, sendet eine klare Botschaft: Die Substanz überzeugt – und das macht Newsmont zu einem attraktiven Trend-Investment.

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