Gold: 4.525 Dollar – Zwei-Monats-Hoch erreicht

Gold erreicht dank verdoppelter US-Anleiherückkäufe früher als erwartet die 4.500-Dollar-Marke. Fallende Renditen und schwacher Dollar beflügeln den Preis.

Auf einen Blick:
  • Gold erreicht Zwei-Monats-Hoch
  • US-Treasury verdoppelt Anleiherückkäufe
  • Dollar fällt auf Dreimonatstief
  • US-Schulden überschreiten 40 Billionen Dollar

Der Goldpreis hat am Donnerstag ein Zwei-Monats-Hoch erreicht und damit ein von Analysten schon länger avisiertes Kursziel früher als erwartet erfüllt.

JPMorgan hatte für das vierte Quartal 2026 eine Marke von 4.500 Dollar je Feinunze ausgegeben – dieses Ziel wurde nun bereits im August erreicht, nachdem das Edelmetall zwischenzeitlich bis auf 4.525,79 Dollar geklettert war. Die Bank hatte ihre ursprüngliche Prognose von 6.000 Dollar zuvor bereits nach unten korrigiert.

Auslöser der jüngsten Rally ist eine überraschende Entscheidung des US-Finanzministeriums. Am Mittwoch kündigte die Behörde an, die Rückkäufe langlaufender Staatsanleihen mit Laufzeiten von zehn bis 30 Jahren ab dem 9. September auf mindestens vier Milliarden Dollar pro Operation zu verdoppeln.

Das Programm soll bis Anfang November laufen und richtet sich gegen die zuletzt sprunghaft gestiegenen Anleiherenditen – die 30-jährige Rendite hatte mit 5,337 Prozent zuvor den höchsten Stand seit 2007 erreicht.

Anleihemarkt beruhigt sich, Dollar gerät unter Druck

Die Ankündigung zeigte sofort Wirkung: Die 30-jährige Rendite fiel um rund neun Basispunkte auf etwa 5,19 Prozent, die zehnjährige gab auf etwa 4,65 Prozent nach. Der Dollar-Index rutschte auf ein Dreimonatstief von 98,813 Punkten, der Euro kletterte auf über 1,16 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Ende Mai.

Diese Kombination aus fallenden Renditen und schwächerem Dollar gilt als klassischer Treiber für Gold, das damit am Mittwoch um mehr als zwei Prozent auf über 4.400 Dollar sprang und im weiteren Handelsverlauf zeitweise sogar die Marke von 4.500 Dollar überschritt.

Am Donnerstagmorgen kam es dann zu Gewinnmitnahmen: Der Preis gab um 0,6 Prozent auf 4.495,69 Dollar nach, nachdem das Zwei-Monats-Hoch von 4.525,79 Dollar erreicht worden war.

Auch Silber, das am Mittwoch um über fünf Prozent zugelegt hatte, bewegte sich am Donnerstag mit einem leichten Plus von 0,2 Prozent auf 67,07 Dollar seitwärts. Platin gab dagegen um 1,3 Prozent auf 1.802,29 Dollar nach.

Schuldenlast und Fed-Unsicherheit als Hintergrundtreiber

Der Zeitpunkt der Treasury-Maßnahme fällt mit einer symbolischen Marke zusammen: Die US-Gesamtverschuldung überschritt am Mittwoch erstmals 40 Billionen Dollar – eine Verdopplung seit Januar 2017. Das Defizit im Juli belief sich auf 432 Milliarden Dollar, das viertgrößte in der Geschichte.

Zugleich zeigte das Sitzungsprotokoll der Fed vom Juli, dass mehrere Notenbanker eine Zinserhöhung befürworten, während die Inflation nach Einschätzung der Währungshüter erhöht bleibt. Laut CME FedWatch liegt die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung im September derzeit bei rund einem Drittel.

Analysten von TD Securities sehen in der Treasury-Entscheidung einen unmittelbaren Belebungsimpuls für die Metallmärkte. Gold-ETFs verzeichneten in den vergangenen 30 Tagen Zuflüsse von 1,5 Millionen Unzen, ein Hinweis darauf, dass institutionelle Anleger ihre Positionen trotz des bereits hohen Preisniveaus weiter ausbauen.

Wall-Street-Häuser nennen für die kommenden Monate Zielspannen zwischen 4.900 und 6.000 Dollar je Unze – Marken, die angesichts der jüngsten Dynamik nicht mehr utopisch erscheinen, auch wenn kurzfristige Rücksetzer wie am Donnerstagmorgen jederzeit möglich bleiben.

Gold-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 20. August liefert die Antwort:

Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)