Gold: 4.430 Dollar nach Waller-Signal

Symbolbild, KI-generiert

Gold notiert bei 4.430,09 Dollar, während mildere Fed-Töne und anhaltende Käufe der Zentralbanken den Markt trotz Schwankungen stützen.

Auf einen Blick:
  • Goldpreis steigt auf 4.430,09 Dollar
  • Fed-Signale dämpfen Zinserhöhungswahrscheinlichkeit
  • Zentralbanken kauften bislang 130 Tonnen
  • Globale Nachfrage erreicht 1.268,9 Tonnen

Der Goldpreis notiert am Samstag bei 4.430,09 Dollar je Feinunze und hat sich damit von den Verlusten der vergangenen Woche wieder etwas erholt. Auslöser der jüngsten Erholung sind dovische Kommentare der US-Notenbank, die die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung im September deutlich gedämpft haben.

Fed-Vertreter sorgen für Stimmungswechsel

Am Freitag hatte Fed-Gouverneur Christopher Waller signalisiert, dass er angesichts nachlassenden Inflationsdrucks gegen eine Zinserhöhung stimmen würde. Die Markterwartung für eine September-Anhebung fiel daraufhin auf 50 Prozent. Bereits am Donnerstag hatte der Präsident der New Yorker Fed, John Williams, bestätigt, dass der Inflationsdruck nachlässt, weil Tarifeffekte allmählich verblassen.

Diese Aussagen markieren eine deutliche Kehrtwende gegenüber der Stimmung vom Dienstag. Damals hatte Fed-Chair Kevin Warsh mit hawkischen Kommentaren für einen Kursrutsch gesorgt: Der Goldpreis fiel auf 4.325 Dollar, während die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf 4,79 Prozent kletterte und der Markt eine 70-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung einpreiste. Die Volatilität dieser Woche zeigt, wie sensibel der Goldmarkt derzeit auf jede Nuance in der Notenbank-Kommunikation reagiert.

Auf Monatssicht steht dennoch ein Plus von 4,3 Prozent zu Buche – ein Hinweis darauf, dass die grundsätzliche Aufwärtstendenz trotz der Schwankungen intakt bleibt.

Zentralbanken bleiben verlässliche Käufer

Unterstützung erhält der Goldpreis von der anhaltend robusten Nachfrage der Notenbanken. Im laufenden Jahr haben die Zentralbanken bislang rund 130 Tonnen Gold gekauft, allein im September griffen China mit 20 Tonnen und Polen mit 8 Tonnen zu. Eine Umfrage unter 74 Zentralbanken im Juni ergab, dass 45 Prozent von ihnen weitere Goldkäufe planen – der höchste seit 2018 erfasste Anteil.

Auch auf der Nachfrageseite insgesamt zeigt sich Stabilität: Der World Gold Council bezifferte die globale Goldnachfrage im zweiten Quartal auf 1.268,9 Tonnen, trotz des zwischenzeitlichen Preisrückgangs. Diese strukturelle Nachfrage von Notenbanken und institutionellen Käufern dürfte den Markt auch bei kurzfristigen Rückschlägen stützen.

Blick auf die technische Lage

Aus charttechnischer Sicht bewegt sich der Goldpreis derzeit knapp über seinem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt, nachdem er sich zuvor deutlich davon entfernt hatte – ein Zeichen dafür, dass sich die Korrektur seit dem Allzeithoch im Januar allmählich stabilisiert.

Nach dem Rekordhoch von 5.598,58 Dollar im Januar war der Kurs bis Anfang Juni auf ein Tief von 3.942 Dollar gefallen, ehe eine Erholung einsetzte. Diese Berg-und-Tal-Fahrt verdeutlicht, wie stark der Goldpreis derzeit zwischen geldpolitischer Unsicherheit und struktureller Nachfrage hin- und hergerissen wird.

Für die kommenden Wochen dürfte entscheidend bleiben, wie sich weitere Fed-Vertreter vor der Zinsentscheidung im September äußern. Jede neue Aussage aus dem Offenmarktausschuss hat das Potenzial, die fragile Balance am Goldmarkt erneut zu verschieben.

Gold-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 05. September liefert die Antwort:

Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 05. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)