Bei Glencore brodelt es gewaltig. An der Börse geht die Angst um, etwas zu verpassen. Der Grund: Ein möglicher Mega-Deal mit Rio Tinto rückt immer näher. Was lange als Gerücht galt, bekommt nun plötzlich Gewicht. Große Banken rechnen offen mit einem konkreten Übernahmeangebot. Anleger reagieren nervös – und kaufen. Year-to-Date schon 20 Prozent plus auf 5,55 Euro.
Glencore Aktie Chart
Glencore: Markt rechnet mit Übernahme
Den Startschuss liefert eine neue Analyse aus Kanada. Die Investmentbank RBC hebt das Kursziel kräftig an und setzt klar auf eine Fusion mit Rio Tinto. Der Markt folgt dieser Spur. Die Glencore-Aktie schießt in nur einem Monat um fast 45 Prozent nach oben. Der Kurs kratzt am Jahreshoch. Die Fantasie frisst sich regelrecht in die Bewertung.
Warum diese Euphorie?
Ein Zusammenschluss der beiden Rohstoffriesen hätte enorme Sprengkraft. Vor allem beim Kupfer würde ein neuer Gigant entstehen. Kupfer gilt als Schlüsselmetall für Energiewende, Elektromobilität und Netzausbau. Wer hier dominiert, sitzt an einer der wichtigsten Rohstoffadern der Zukunft. Genau das treibt die Kurse.
Darauf sollten Anleger achten
Doch Anleger sollten genau hinschauen. Der Markt preist den Deal bereits ein. Analysten rechnen mit einem satten Aufschlag auf den bisherigen Kurs. Fällt die Fusion aus, droht Enttäuschung. Die größte Gefahr lauert bei den Behörden. Vor allem China dürfte eine solche Marktmacht kritisch prüfen. Experten erwarten harte Auflagen und mögliche Verkäufe von Geschäftsbereichen. Das kann Zeit kosten und den Deal verwässern.
Hinzu kommt der operative Realitätscheck. Glencore muss bald Zahlen liefern. Produktionsdaten und vorläufige Ergebnisse stehen an. Sie müssen überzeugen, sonst bröckelt das Vertrauen schnell.
Fazit
Hier geht es um viel Hoffnung und noch mehr Erwartungen. Wer investiert, setzt auf einen historischen Zusammenschluss. Die Chancen sind groß. Die Risiken aber auch. Anleger sollten wissen, dass dieser Trade nichts für schwache Nerven ist.
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