Die Bergbauwelt steht Kopf: Glencore verhandelt mit Rio Tinto über eine mögliche Übernahme. Die Aussicht auf einen Mega-Deal katapultiert die Aktie innerhalb einer Woche um über 10 Prozent auf rund 5,30 Euro. Ein Zusammenschluss würde einen neuen Branchenprimus schaffen und BHP vom Thron stoßen.
Glencore Aktie Chart
Darum will Rio Tinto Glencore übernehmen
Beide Unternehmen prüfen derzeit eine Fusion auf Aktientausch-Basis, bei der Rio Tinto die Kontrolle übernehmen könnte. Für den Minenriesen geht es um Diversifikation: Kupfer und andere „Zukunftsmetalle“ sollen das Portfolio stärken. Glencore als führender Kupferproduzent und Rohstoffhändler ist dafür ein ideales Ziel. Ein verbindliches Angebot muss Rio Tinto bis zum 5. Februar 2026 vorlegen, sonst platzt der Deal.
Die Kursexplosion spiegelt nicht nur Übernahmefantasie wider, sondern auch eine Neubewertung der Glencore-Ressourcen. Kupfer gewinnt durch E-Autos und KI-Rechenzentren stark an Bedeutung. Analysten rechnen in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts mit einem Angebotsdefizit, was Glencore noch attraktiver macht.
Ein Knackpunkt bleibt die Kohlesparte
Glencore will die Cash-Cow behalten, um Schulden zu reduzieren und Investitionen in grüne Metalle zu finanzieren. Für Rio Tinto, das 2018 aus der Kohle ausstieg, ist dies eine strategische Herausforderung. Experten gehen aber davon aus, dass pragmatische Lösungen möglich sind.
Für Anleger bedeutet die Ankündigung hohe Volatilität. Der Markt bewertet die Chance auf einen Deal als hoch, doch kartellrechtliche Hürden in Europa und China sowie interne Widerstände könnten alles verzögern. Wer jetzt kauft, setzt primär auf die Fusion und eine mögliche Kursprämie.
Bis zum 5. Februar 2026 bleibt die Glencore-Aktie ein Nervenkitzel-Titel. Jeder Tag liefert neue Nachrichten, die den Kurs nach oben oder unten treiben können. Glencore spielt aktuell den Jackpot in der Rohstoffwelt.
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