Rio Tinto macht Ernst. Der australisch-britische Bergbauriese hat sich JPMorgan, Evercore und die australische Macquarie Group als Berater ins Boot geholt. Das Ziel ist klar: Die Übernahme von Glencore. Sollte der Deal zustande kommen, würde ein Bergbau-Gigant mit einem Wert von über 200 Milliarden Dollar entstehen. Das wäre der mit Abstand größte Miner der Welt.
Die Mandatierung der drei Banken zeigt, wie ernst es Rio Tinto diesmal meint. Schon 2014 hatte Glencore einen Anlauf genommen, doch Rio Tinto lehnte ab. Auch Ende 2024 gab es Gespräche, die aber ergebnislos endeten. Jetzt dreht sich das Blatt offenbar. Rio Tinto geht in die Offensive und die Berater reiben sich die Hände. Über 100 Millionen Dollar an Gebühren winken allein für die Beratungsleistungen.
Glencore noch ohne Berater, aber unter Druck
Auf der anderen Seite steht Glencore noch ohne formellen Berater da. Die Schweizer haben zwar enge Verbindungen zur Citigroup, die sie bei früheren Deals wie der gescheiterten Teck-Übernahme 2023 begleitet hatte. Doch ein offizielles Mandat wurde noch nicht erteilt. Das könnte sich ändern, sobald Rio Tinto ein konkretes Angebot vorlegt.
Der Zeitpunkt für eine solche Mega-Fusion ist strategisch klug gewählt. Die Nachfrage nach Kupfer und anderen Metallen für die Energiewende und künstliche Intelligenz steigt rasant. Wer jetzt die Reserven sichert, hat einen entscheidenden Vorteil. Rio Tinto will sich diesen Vorteil offenbar nicht entgehen lassen.
Für Glencore-Aktionäre wird es jetzt spannend. Ein Übernahmeangebot dürfte mit einer deutlichen Prämie auf den aktuellen Kurs kommen. Die Frage ist nur, ob Rio Tinto bereit ist, den Preis zu zahlen, den Glencore verlangt. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob aus den Gesprächen diesmal mehr wird als nur heiße Luft.
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