Die Glencore-Aktie brach am gestrigen Donnerstag um fast elf Prozent ein. Im Laufe des Freitags kann sie sich aber wieder um gut vier Prozent erholen. Haben Anleger den Schock der gescheiterten Übernahme bereits wieder verdaut?
Im Wandel
Zumindest teilweise, wie die Kursentwicklung der Glencore-Aktie suggeriert. Aber auf den Schweizer Bergbaukonzern dürfte das Scheitern der Gespräche stärkere Auswirkungen haben als auf den britisch-australischen Rohstoffgiganten Rio Tinto.
Glencore wird am Markt immer noch als Kohle-Investment gesehen. Nach der Übernahme der Kohlesparte von Teck Resources bereitet Glencore die Abspaltung seines gesamten Kohlegeschäfts in ein separates Unternehmen vor.
Nach einer erfolgreichen Abspaltung wird Glencore zu einem Pure Play für Industriemetalle (Kupfer, Kobolt, Nickel). Das könnte bewirken, dass sich der Bewertungsabschlag, mit dem die Glencore-Aktie gegenüber vielen anderen großen Rohstoffkonzernen gehandelt wird, endlich abbaut.
In der Zwickmühle
Aber Glencore steckt in einer strategischen Zwickmühle. Verglichen mit BHP und Rio Tinto sind die Schweizer ein deutlich kleinerer Player mit geringeren Ressourcen. Das bedeutet, dass Glencore sich entscheiden muss, auf welche Projekte es sich fokussiert.
Um sich bei wichtigen Zukunftsmetallen wie Kupfer noch besser aufzustellen, muss Glencore Milliarden investieren. Dieses Geld fehlt dann allerdings in der Kasse, um die Anleger über Gewinnausschüttungen bei Laune zu halten.
Es wird keine leichte Entscheidung für das Management. Glencore wird sich sehr anstrengen müssen, um den Aktienkurs auf dem aktuell hohen Niveau zu halten.
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