Glencore-Anleger erlebten eine schwierige Woche. Der Rohstoffkonzern verlor am Freitag 1,6 Prozent auf 6,39 Euro — über die Woche summiert sich das Minus auf 5,4 Prozent. Zwei Faktoren belasten den Kurs gleichzeitig.
Kongo setzt Glencore unter Druck
Ein zentrales Problem kommt aus der Demokratischen Republik Kongo. Dort müssen Bergbauunternehmen bis zum 31. Juli eine 5-prozentige Arbeitnehmerbeteiligung nachweisen. Glencore und andere Konzerne fordern mehr Zeit. Die Bergbaukammer hat zudem eine Aussetzung der Regel verlangt.
Unklar ist, ob bestehende Aktionäre Anteile abgeben müssen. Auch die Frage, ob ältere Minen betroffen sind, bleibt offen. Für Glencore ist der Katanga-Komplex (KCC) in der DRK ein strategisch wichtiges Asset — Teil der Expansionspläne des Konzerns.
Neue Gefahr aus dem Nahen Osten
Hinzu kommen Drohungen aus dem Iran. Hochrangige Militärvertreter wollen die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr schließen. Das wäre eine Eskalation mit schweren Folgen für die Rohstoffmärkte. Steigende Ölpreise und höhere Frachtkosten würden Glencores Geschäft direkt treffen.
Die gesamte Branche leidet mit. Rio Tinto und Anglo American verloren ebenfalls an Wert. Der FTSE 100 gab um 0,4 Prozent nach. Eine Mischung aus geopolitischen Risiken, Zinssorgen und Gewinnmitnahmen nach einer starken Jahresentwicklung drückt auf die Stimmung.
Strategische Ziele bleiben ambitioniert
Trotz der aktuellen Kursschwäche: Seit Jahresbeginn steht Glencore bei einem Plus von 34,71 Prozent. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 7,20 Euro beträgt 11,25 Prozent — das Minus ist überschaubar.
Das Unternehmen hält an seinen Wachstumsplänen fest. Bis Ende 2028 will Glencore über eine Million Tonnen Kupfer pro Jahr produzieren, bis 2035 rund 1,6 Millionen Tonnen. Der Fokus liegt auf organischem Wachstum und operativen Verbesserungen. Der RSI von 41,4 signalisiert, dass die Aktie weder überkauft noch überverkauft ist.
Glencore-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Glencore-Analyse vom 23. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Glencore-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Glencore-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
