Gilead Sciences steuert auf eine wegweisende Phase zu. Während die Wall Street ihre Kursziele vor den anstehenden Quartalszahlen massiv nach oben schraubt, sorgen zeitgleiche Insiderverkäufe des CEO für Gesprächsstoff. Anleger stellen sich die Frage: Überwiegt die fundamentale Stärke oder trüben die Aktienverkäufe das Bild?
Wall Street setzt auf Wachstum
In der vergangenen Woche positionierten sich zahlreiche Analysten neu für den Biotech-Riesen. Besonders hervorzuheben ist Leerink Partners, die ihr Kursziel erst am Wochenende von 114,00 auf 146,00 US-Dollar schraubten. Auch Schwergewichte wie Citigroup und die UBS hatten zuvor ihre Prognosen auf bis zu 156,00 US-Dollar erhöht und bekräftigten ihre Kaufempfehlungen.
Grund für diesen Optimismus ist vor allem das Kerngeschäft. Marktbeobachter verweisen auf die Dynamik im HIV-Sektor, insbesondere durch die Markteinführung des Präventionsmittels Yeztugo. Zudem liefern klinische Daten zur Kombinationstherapie Trodelvy-Keytruda im Bereich Brustkrebs positive Impulse für die Onkologie-Sparte.
Insiderverkäufe unter der Lupe
Für Irritationen sorgten zuletzt Meldungen über Anteilsverkäufe durch CEO Daniel O’Day. In zwei Tranchen Ende Januar veräußerte er Aktien im Gesamtwert von rund 17 Millionen US-Dollar. Doch der Kontext ist entscheidend: Der Großteil dieser Transaktionen erfolgte im Rahmen eines sogenannten 10b5-1-Handelsplans, der bereits im Februar 2025 festgelegt wurde.
Solche Pläne dienen dazu, Insiderhandel-Vorwürfe zu vermeiden, indem Verkäufe lange im Voraus automatisiert geplant werden. Mit einem verbleibenden Bestand von über 560.000 Aktien hält O’Day weiterhin eine bedeutende Position am Unternehmen. Die Verkäufe dürften daher eher der persönlichen Portfolio-Diversifizierung dienen als einer pessimistischen Einschätzung der Firmenzukunft.
Gilead Sciences Aktie Chart
Fokus auf den 10. Februar
Die Aktie zeigt sich von den Schlagzeilen unbeeindruckt und notiert aktuell bei 119,70 Euro, was nahezu dem Niveau des letzten Handelstages entspricht. Auf Sicht von 30 Tagen konnte der Titel bereits um gut 15 Prozent zulegen und unterstreicht damit die aktuelle Stärke im Vergleich zum breiteren Gesundheitssektor.
Die nächste Bewährungsprobe steht am Dienstag, den 10. Februar 2026, an. Dann wird Gilead die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 präsentieren. Anleger werden besonders darauf achten, ob das Unternehmen die positiven Erwartungen beim Gewinn pro Aktie erneut übertreffen kann und welche Prognosen für das Onkologie-Portfolio ausgegeben werden.
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