Gilead Sciences greift tief in die Tasche und kauft den Biotech-Partner Arcellx für bis zu 7,8 Milliarden Dollar. Die Arcellx-Aktie schoss im vorbörslichen Handel um annähernd 78 Prozent nach oben auf 114,46 Dollar. Gilead selbst verlor dagegen rund 1 Prozent. Der Kaufpreis von 115 Dollar je Aktie bedeutet einen satten Aufschlag von 79 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag.
Das ist die größte Übernahme von Gilead seit dem 21-Milliarden-Deal mit Immunomedics im Jahr 2020. Damals sicherte sich der Konzern Zugang zu Trodelvy, einem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat gegen fortgeschrittenen Brustkrebs. Jetzt geht es um die Krebstherapie anito-cel, die beide Unternehmen bereits seit 2022 gemeinsam entwickeln. Die CAR-T-Zelltherapie nutzt genetisch veränderte Immunzellen des Patienten, um Krebszellen zu bekämpfen.
Die FDA prüft derzeit die Zulassung von anito-cel zur Behandlung von Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplen Myelom als Viertlinientherapie. Die Entscheidung wird bis zum 23. Dezember dieses Jahres erwartet. CEO Daniel O’Day macht keinen Hehl aus seinen Ambitionen: „Anito-cel könnte im Laufe der Zeit zu einer grundlegenden Behandlung für multiples Myelom werden, auch in früheren Therapielinien.“
Gilead sucht Wachstum jenseits der Kerngeschäfte
Der Deal zeigt, wie dringend Gilead nach Wachstum außerhalb seiner etablierten Bereiche sucht. Die HIV-Medikamente bleiben zwar das größte Geschäft, doch die Verkäufe des COVID-19-Medikaments Veklury gehen zurück. Zudem drohen künftige Patentverluste. Mit der Übernahme stärkt Gilead seine Onkologie-Pipeline erheblich.
Arcellx-Aktionäre erhalten neben den 115 Dollar pro Aktie auch ein nicht übertragbares Contingent Value Right. Dieses berechtigt zu weiteren 5 Dollar pro Aktie, falls anito-cel bis Ende 2029 weltweit mindestens 6 Milliarden Dollar Umsatz erzielt. Nach FDA-Zulassung soll die Transaktion ab 2028 gewinnsteigernd wirken. Der Abschluss wird für das zweite Quartal 2026 erwartet.
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