Der US-Pharmakonzern Gilead Sciences übernimmt das Biotech-Unternehmen Ouro Medicines für insgesamt bis zu 2,18 Milliarden Dollar. Davon fließen 1,675 Milliarden Dollar sofort, weitere 500 Millionen Dollar können bei Erreichen bestimmter klinischer Meilensteine fällig werden. Die Nachricht kam am Montag und zeigt deutlich, wohin die Reise bei Gilead geht.
Mit der Übernahme sichert sich Gilead vor allem den klinischen Wirkstoffkandidaten OM336, auch gamgertamig genannt. Dieser T-Zell-Engager zielt auf Autoimmunerkrankungen wie hämolytische Anämie und die Sjögren-Krankheit ab. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat dem Kandidaten bereits Fast-Track- und Orphan-Drug-Status verliehen. Registrierungsstudien sollen 2027 beginnen. Das klingt nach einem straffen Zeitplan, aber Gilead braucht dringend neue Wachstumstreiber.
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Galapagos steigt mit ein und teilt Kosten
Interessant wird es durch die Beteiligung von Galapagos. Der belgische Pharmakonzern übernimmt 50 Prozent der Kaufsumme und der möglichen Meilensteinzahlungen. Im Gegenzug erhält Galapagos 20 bis 23 Prozent Umsatzbeteiligung, während Gilead die weltweiten Vermarktungsrechte behält. Außerhalb von China, wo Keymed Biosciences bereits Rechte hält, hat Gilead damit freie Hand.
Galapagos übernimmt zudem praktisch alle operativen Assets von Ouro Medicines samt Mitarbeitern. Eine clevere Konstruktion, die Gilead Risiken abnimmt und gleichzeitig das Entwicklungspotenzial sichert. Nach der 7,8-Milliarden-Dollar-Übernahme von Arcellx im Februar ist dies bereits der zweite Milliarden-Deal in diesem Jahr. Gilead zeigt damit klar, dass man gewillt ist, für Pipeline-Verstärkung tief in die Tasche zu greifen. Anleger sollten genau beobachten, ob sich diese aggressive Einkaufstour mittelfristig auszahlt.
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