Gilead-Aktie: Arcellx-Deal zieht sich hin!

Der geplante Milliardendeal des Pharmariesen Gilead mit Arcellx stockt, da die nötige Aktienmehrheit noch nicht erreicht ist. Die Frist wurde bis Ende April verlängert.

Auf einen Blick:
  • Gilead verlängert Tender Offer für Arcellx erneut bis 27. April
  • Bisher nur rund 18% der ausstehenden Aktien angedient
  • Alle regulatorischen Genehmigungen liegen vor, auch aus Österreich
  • Abschluss der 7,8-Milliarden-Dollar-Übernahme weiter für Q2 geplant

Es läuft nicht ganz rund bei Gileads geplantem Milliardendeal. Der Pharmariese hat sein Übernahmegebot für Arcellx nun schon wieder verlängert, diesmal bis zum 27. April um 17 Uhr Ostküstenzeit. Erst vor wenigen Wochen hatte Gilead die Frist bereits auf den 24. April verschoben, nachdem zum 31. März gerade mal rund 7,5 Prozent der ausstehenden Aktien angedient worden waren.

Inzwischen sind es immerhin knapp 18 Prozent. Besser, klar. Aber eben noch weit entfernt von der Mehrheit, die Gilead für den Abschluss der Transaktion braucht.

7,8 Milliarden und trotzdem zögern die Aktionäre

Zum Hintergrund: Gilead hatte im Februar angekündigt, Arcellx für 7,8 Milliarden Dollar zu übernehmen. Zu diesem Zeitpunkt hielt Gilead bereits rund 12 Prozent der ausstehenden Stammaktien. Das Unternehmen muss nun eine Mehrheit der Anteile einsammeln, alle Zulassungsbedingungen erfüllen und weitere Abschlussbedingungen erfüllen, um den Deal wie geplant im zweiten Quartal zu schließen.

Die regulatorische Seite ist dabei kein Problem mehr. Gilead hat nach eigenen Angaben sämtliche behördlichen Genehmigungen erhalten, darunter auch die Freigabe der österreichischen Kartellbehörden. Das Papierwerk stimmt also.

Was hält die Arcellx-Aktionäre zurück?

Die eigentliche Frage ist doch, warum sich die Arcellx-Aktionäre so zieren. Bei einer Übernahme dieser Größenordnung, mit allen Genehmigungen in der Tasche, ist das schleppende Andienen zumindest erklärungsbedürftig. Entweder spekulieren einige Aktionäre noch auf eine Nachbesserung des Angebotspreises, oder die Beteiligungsstruktur macht den Prozess schlicht träge.

Gilead hat nun bis Sonntag, den 27. April, Zeit, die nötige Mehrheit zusammenzubekommen. Ob das klappt, oder ob die nächste Verlängerung folgt, wird man sehen. Zum dritten Mal wäre das dann schon.

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