GFL Environmental könnte die Börse verlassen. Mehrere große Private-Equity-Häuser prüfen derzeit offenbar eine Übernahme des nordamerikanischen Entsorgungsriesen. Der Kurs reagierte prompt auf das Interesse der Finanzinvestoren.
Die Aktie stieg am Freitag um 10,56 Prozent auf 35,60 Euro. Damit notiert das Papier deutlich über dem 50-Tage-Schnitt von 31,62 Euro. Ein Relative-Stärke-Index von 68,1 signalisiert, dass die Aktie sich dem überkauften Bereich nähert. Das gestiegene Handelsvolumen unterstreicht die aktuelle Marktdynamik.
Portfolio im Umbau
Das Unternehmen hat seine Struktur zuletzt radikal verändert. Anfang 2025 verkaufte GFL seine Sparte für flüssige Abfälle für acht Milliarden Dollar an Apollo und BC Partners. Diese Trennung senkte die Schuldenlast erheblich und schärfte das Profil für potenzielle Käufer.
Parallel dazu baut das Management das Kerngeschäft aus. Im April 2026 vereinbarte GFL den Kauf der Secure Waste Infrastructure Corp. für rund 6,4 Milliarden kanadische Dollar. Der Abschluss dieser Transaktion ist für die zweite Jahreshälfte geplant.
CEO als Zünglein an der Waage
Finanzinvestoren finden nun ein fokussiertes Unternehmen vor. Ein Deal gilt jedoch nur mit Unterstützung von Gründer Patrick Dovigi als möglich. Der CEO müsste seine Anteile vermutlich in die neue Gesellschaft übertragen, um eine Privatisierung zu ermöglichen.
Ende Juli veröffentlicht das Unternehmen die Zahlen für das zweite Quartal. In der anschließenden Konferenz könnte das Management erstmals direkt zu den Übernahmegerüchten Stellung nehmen.
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