Bei Gerresheimer kriselt es massiv. Der Spezialverpackungshersteller verschiebt seinen Geschäftsbericht für 2024/25 und kündigt zusätzliche Wertminderungen an. Analysten reagieren mit harten Kurszielsenkungen.
Gerresheimer Aktie Chart
Gerresheimer: Kursziele stark gesenkt!
Die Berenberg Bank streicht den Zielkurs um ein Drittel auf 20 Euro, die Einstufung bleibt auf „Hold“.
Die Deutsche Bank senkt den fairen Wert von 34 Euro auf 22 Euro, ebenfalls bei „Hold“. Grund sind Bilanzierungsprobleme, schwächere Profitabilität, enttäuschende Prognosen und hohe Wertberichtigungen.
Ist das ein Hoffnungsschimmer?
Ein Hoffnungsschimmer könnte der geplante Verkauf der US-Tochter Centor sein.
Info: Centor ist eine US-Tochterfirma von Gerresheimer, spezialisiert auf Spezialverpackungen für die Pharmaindustrie. Sie produziert insbesondere Glas- und Kunststoffbehälter für Medikamente und Impfstoffe.
Centor war vor rund zehn Jahren für 725 Millionen US-Dollar übernommen worden. Die Transaktion könnte die verschuldete Bilanz deutlich entlasten.
Gerresheimer sitzt aktuell auf einer Nettoverschuldung von 1,93 Mrd. Euro, bei nur 146 mio. illionen Euro Cashreserven.
Gerresheimer: Aktie im Crasmodus!
Der Aktienkurs spiegelt die Krise wider. Innerhalb einer Woche crashte die Gerresheimer-Aktie im rund 25 Prozent auf unter 20 Euro. So tief lag die Aktie zuletzt 2009.
Anleger sollten abwarten, bis operative Verbesserungen und eine stabilere Bilanz sichtbar werden. Derzeit überwiegen die Risiken trotz niedriger Kurse.
Für Investoren heißt das
Gerresheimer ist hochriskant! Solide Bilanzen und klare operative Signale müssen erst abgewartet werden. Der Verkauf von Centor könnte ein Rettungsanker sein, doch bis dahin bleibt die Aktie anfällig für Schwankungen und Enttäuschungen.
Fazit
Gerresheimer steckt in der Krise. Analysten stufen die Aktie vorsichtig ein. Kurzfristig drohen weitere Kursverluste, erst langfristige Sanierungsmaßnahmen könnten wieder Vertrauen schaffen. Anleger sollten erst einmal an der Seitenlinien bleiben und das weitere Geschehen genau beobachten. Ein Einstieg drängt sich derzeit nicht auf.
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