Gerresheimer crasht: So schlimm steht es wirklich!

Bei Gerresheimer kriselt es heftig: Verschobener Geschäftsbericht, hohe Wertminderungen und Schulden belasten die Aktie. Anleger sollten vorsichtig sein.

Auf einen Blick:
  • Gerresheimer: Aktie so tief wie zuletzt 2009
  • Geschäftsbericht 2024/25 verschoben
  • Hohe zusätzliche Wertminderungen angekündigt
  • Kursziele drastisch gesenkt
  • Verkauf der US-Tochter Centor könnte Bilanz entlasten

Bei Gerresheimer kriselt es massiv. Der Spezialverpackungshersteller verschiebt seinen Geschäftsbericht für 2024/25 und kündigt zusätzliche Wertminderungen an. Analysten reagieren mit harten Kurszielsenkungen.

Gerresheimer Aktie Chart

Gerresheimer: Kursziele stark gesenkt!

Die Berenberg Bank streicht den Zielkurs um ein Drittel auf 20 Euro, die Einstufung bleibt auf „Hold“.

Die Deutsche Bank senkt den fairen Wert von 34 Euro auf 22 Euro, ebenfalls bei „Hold“. Grund sind Bilanzierungsprobleme, schwächere Profitabilität, enttäuschende Prognosen und hohe Wertberichtigungen.

Ist das ein Hoffnungsschimmer?

Ein Hoffnungsschimmer könnte der geplante Verkauf der US-Tochter Centor sein.

Info: Centor ist eine US-Tochterfirma von Gerresheimer, spezialisiert auf Spezialverpackungen für die Pharmaindustrie. Sie produziert insbesondere Glas- und Kunststoffbehälter für Medikamente und Impfstoffe.

Centor war vor rund zehn Jahren für 725 Millionen US-Dollar übernommen worden. Die Transaktion könnte die verschuldete Bilanz deutlich entlasten.

Gerresheimer sitzt aktuell auf einer Nettoverschuldung von 1,93 Mrd. Euro, bei nur 146 mio. illionen Euro Cashreserven.

Gerresheimer: Aktie im Crasmodus!

Der Aktienkurs spiegelt die Krise wider. Innerhalb einer Woche crashte die Gerresheimer-Aktie im rund 25 Prozent auf unter 20 Euro. So tief lag die Aktie zuletzt 2009.

Anleger sollten abwarten, bis operative Verbesserungen und eine stabilere Bilanz sichtbar werden. Derzeit überwiegen die Risiken trotz niedriger Kurse.

Für Investoren heißt das

Gerresheimer ist hochriskant!  Solide Bilanzen und klare operative Signale müssen erst abgewartet werden. Der Verkauf von Centor könnte ein Rettungsanker sein, doch bis dahin bleibt die Aktie anfällig für Schwankungen und Enttäuschungen.

Fazit

Gerresheimer steckt in der Krise. Analysten stufen die Aktie vorsichtig ein. Kurzfristig drohen weitere Kursverluste, erst langfristige Sanierungsmaßnahmen könnten wieder Vertrauen schaffen. Anleger sollten erst einmal an der Seitenlinien bleiben und das weitere Geschehen genau beobachten. Ein Einstieg drängt sich derzeit nicht auf.

Gerresheimer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gerresheimer-Analyse vom 16. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Gerresheimer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gerresheimer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Gerresheimer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)