Aufgrund eklatanter Bilanzprobleme rutschte die Gerresheimer-Aktie vor Kurzem noch mehr oder minder ins Bodenlose und die Lage schien sich immer mehr zu verschlimmern. Am Freitag meldeten die Bullen sich aber zurück und der Titel wagte einen Satz um 17,2 Prozent in die Höhe, was den Kurs auf 20,90 Euro beförderte.
Ausschlaggebend dafür war ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters. Dort wurde ein Insider zitiert, laut dem der US-Verpackungskonzern Silgan Holdings wohl Interesse an einer Übernahme hätte. Aufhorchen lässt dabei vor allem der anvisierte Preis, der bei 41 Euro je Aktie liegen soll. Das wäre ein Aufschlag von über 100 Prozent verglichen mit dem letzten Schlusskurs.
Leerverkäufer unter Druck?
Allerdings schränkte der Insider ein, dass noch nichts in trockenen Tüchern sei und es nicht sicher sei, ob es letztlich zu einem Angebot kommt. Das Ganze könnte sich also auch wieder in Wohlgefallen auflösen. Kurzfristig wird es an der Börse dennoch interessant.
Gerresheimer Aktie Chart
Durch den plötzlichen Kurssprung könnte mancher Leerverkäufer unter Druck geraten und Positionen mit Zukäufen zu schließen versuchen. Das wiederum würde den Kurs weiter steigern und eine Spirale in Gang bringen. Bekannt ist dieses Phänomen auch als Short Squeeze. Selbstredend ist aber auch ein solcher noch lange nicht in Stein gemeißelt.
Reine Nervensache
Ankommen wird es jetzt darauf, ob die Shortseller direkt in Panik geraten oder die Nerven behalten und die Sache auszusitzen versuchen. Auch auf Seiten der Bullen werden die Nerven etwas strapaziert. Denn sollte die hypothetische Fusion nicht Realität werden, so würden die Kursaufschläge sich sehr wahrscheinlich wieder in Luft auflösen. Aufgrund vieler Spekulationen und Annahmen bleibt für beide Seiten ein erhebliches Risiko.
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