Die Bilanzkrise bei Gerresheimer verschärft sich weiter. Bereits im Herbst erntete das Unternehmen eine Rüge der Finanzaufsicht Bafin aufgrund von vorzeitig verbüßten Umsätzen. Nun informierte der Verpackungsspezialist über Ungereimtheiten auch in der Bilanz für 2025, deren für Ende Februar geplante Vorlage kurzerhand verschoben wurde.
Aufgefallen sind dem Unternehmen zufolge Verstöße von einzelnen Mitarbeitern gegen interne Richtlinien sowie internationale Bilanzierungsvorschriften. Eben das soll nun weiter untersucht werden. Gewarnt wird aber bereits vor negativen Effekten. Das Ergebnis aus dem vergangenen Jahr könnte im ungünstigsten Fall sogar in den roten Bereich abrutschen.
Gerresheimer schickt Anleger in die Flucht
Gerresheimer wirkt sehr bemüht darum, der Nachricht noch einen positiven Spin zu verleihen. Das Unternehmen beteuert, sich mit seinem Verhalten um Transparenz und eine vollständige Aufklärung zu bemühen. Die Anleger ließen sich dadurch aber nicht trösten. Das ohnehin angeknackste Vertrauen nahm weiteren Schaden und die Aktie stürzt ins Bodenlose.
Gerresheimer Aktie Chart
Am Mittwoch verlor die Gerresheimer-Aktie zeitweise um rund 35 Prozent an Wert und stürzte auf den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2009. Erstmals seit der Finanzkrise notiert der Titel unterhalb der 20-Euro-Linie. Zum Vergleich: Im Sommer 2024 wurden zeitweise noch über 100 Euro je Aktie gezahlt.
Im freien Fall
Der Absturz setzt sich damit nicht nur fort, sondern nimmt sogar noch einmal gewaltig an Tempo auf. Charttechnisch wurden selbst die letzten Unterstützungen schwungvoll durchbrochen. So Schnäppchenjäger sich nun nicht auf ein riskantes Abenteuer einzulassen gedenken, scheint eine Fortsetzung des unschönen Abwärtstrends bereits programmiert zu sein. Das gebrochene Vertrauen wieder aufzubauen, wird für Gerresheimer mit einiger Wahrscheinlichkeit eine schwierige und langwierige Angelegenheit werden.
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