Aufgrund anhaltender Probleme und rapide sinkender Aktienkurse sprach sich der aktivistische Investor Active Ownership Capital (AOC) vor Kurzem dafür aus, die Rolle von Finanzchef Bernd Metzner bei Gerresheimer auf den Prüfstand zu stellen. Damit ließ der Konzern sich offenbar auch nicht viel Zeit und verkündete nun einen schnellen Wechsel.
Bereits zum 1. September, also am Montag, soll Wolf Lehmann den Posten von Metzner übernehmen, welcher einen Tag vorher das Unternehmen „auf eigenen Wunsch“ verlässt. Zeitgleich gab Gerresheimer bekannt, einen für den 15. Oktober geplanten Kapitalmarkttag nach hinten zu verschieben. Einen neuen Termin gibt es noch nicht.
Gerresheimer in Bewegung
Die Börse reagiert zunächst positiv auf den Personalwechsel und die Gerresheimer-Aktie legte am Freitag im frühen Handel um 1,3 Prozent bis auf 43,12 Euro zu. Wie es bei dem kriselnden Unternehmen nun weitergehen mag, bleibt aber dennoch offen. Wird weiter auf AOC gehört, so würde der Verkauf weiterer Unternehmensbereiche sowie ein umfassendes Sparprogramm auf der Agenda stehen. Allerdings hat der Vorstand dabei natürlich auch noch ein Wörtchen mitzureden.
Gerresheimer Aktie Chart
Den Anlegern würde es wahrscheinlich schon reichen, wenn überhaupt etwas passiert, und ein Stück weit ist genau das heute bereits passiert. Der Wechsel des Finanzchefs allein wird Gerresheimer aber freilich noch nicht in neue Höhen vorpreschen lassen.
Das Vertrauen schwindet
Wie groß der Vertrauensverlust unter den Investoren ist, das zeigte sich zuletzt an Verkäufen im großen Stil von JP Morgan und der Bank of America. Vollständig verabschiedet haben die US-Banken sich von Gerresheimer zwar noch nicht und spezielle die Bank of Amerca reduzierte ihre Anteile nur in sehr überschaubarem Umfang. Dennoch ist ein solcher Schritt nicht eben ein Vertrauensbeweis und ohne Vertrauen bleibt der Aktie der Weg zurück nach Norden versperrt.
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