Es ist ein bitterer Tag für die Aktionäre von Gerresheimer. Die Aktie des Verpackungsherstellers crasht am Mittwoch um 30 Prozent auf ein neues 15-Jahrestief. Was hat den Crash ausgelöst?
Bilanzierungsfehler führen zu verspätetem Abschluss
Es war die Nachricht, dass die Veröffentlichung des Jahresabschlusses nicht wie geplant am 26. Februar stattfinden wird, sondern auf unbestimmte Zeit verschoben werden muss. Bei einer Prüfung der Bücher durch eine zweite Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden weitere Fehler in der Bilanzierung entdeckt. Das betrifft sowohl die Verbuchung von Umsätzen als auch die von Vorräten.
Zum Ärger der Anleger ist nicht nur der Abschluss des Jahres 2024 fehlerhaft, sondern auch die Zahlen für das Jahr 2025. 2024 muss Gerresheimer den Umsatz voraussichtlich um rund 35 Millionen Euro nach unten korrigieren. Das bereinigte operative Ergebnis wird sich um 24 Millionen Euro verringern.
Für das abgelaufene Jahr rechnet der SDAX-Konzern mit einer negativen Umsatzkorrektur zwischen zwei und vier Prozent. Zudem wird die bereinigte EBITDA-Marge von 18,5 bis 19,0 Prozent auf 16,5 bis 17,5 Prozent zurückgehen.
Nicht alles ist negativ
Trotzdem sind nicht alle Nachrichten am heutigen Tag negativ. Für das laufende Jahr erwartet Gerresheimer einen Umsatzanstieg auf 2,3 bis 2,4 Milliarden Euro und eine leichte Margenverbesserung auf 18,0 bis 19,0 Prozent.
Zur Optimierung der Kapitalstruktur will der Verpackungshersteller seine US-Tochter Centor noch in diesem Jahr verkaufen. Außerdem soll auch das Moulded-Glass-Geschäft in naher Zukunft abgestoßen werden.
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