General Motors liefert im dritten Quartal mehr Gewinn, mehr Cashflow und ein neues Rückkaufprogramm. Der Konzern verengt zudem seine Jahresprognose und hebt dabei die Untergrenze an. Hinter den guten Zahlen steckt allerdings ein sehr ungleiches Bild der Regionen.
Nordamerika trägt das Quartal
Der Umsatz stieg um 2,9 Prozent auf 50,0 Milliarden Dollar. Das bereinigte EBIT legte um knapp 22 Prozent auf 4,1 Milliarden Dollar zu, die Marge kletterte auf 8,2 Prozent.
Der Nettogewinn sprang auf 3,3 Milliarden Dollar, nach 1,3 Milliarden im Vorjahresquartal. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 3,70 Dollar, nach 2,80 Dollar.
Den Löwenanteil lieferte Nordamerika mit einem bereinigten EBIT von 3,6 Milliarden Dollar und einer Marge von 8,7 Prozent. Das waren gut 43 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Das internationale Geschäft fiel dagegen deutlich zurück. Es verdiente bereinigt nur noch 28 Millionen Dollar, nach 226 Millionen im Vorjahr. Auch die Beteiligungserträge aus China sanken auf 32 Millionen Dollar. Die Finanzsparte GM Financial erwirtschaftete vor Steuern 668 Millionen Dollar und blieb damit unter dem Vorjahreswert.
Prognose enger, Cashflow-Ziel höher
Für 2026 erwartet GM ein bereinigtes EBIT von 14,5 bis 15,5 Milliarden Dollar. Zuvor lag die Spanne bei 14,0 bis 16,0 Milliarden. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll bei 12,75 bis 13,75 Dollar landen, vorher waren es 12,00 bis 14,00 Dollar.
Stärker fällt die Anpassung beim Cashflow aus. Der bereinigte freie Cashflow der Autosparte soll nun 11,5 bis 12,5 Milliarden Dollar erreichen, die Spanne wanderte von 9,5 bis 11,5 Milliarden nach oben. Der Konzern signalisiert damit mehr Spielraum für Aktionärsausschüttungen.
20 Milliarden für den Rückkauf
Genau dort setzt die Kapitalpolitik an. GM hat das im Januar 2026 angekündigte Rückkaufprogramm über 6,0 Milliarden Dollar abgeschlossen. Der Verwaltungsrat genehmigte eine neue, mehrjährige Ermächtigung über 20,0 Milliarden Dollar ohne Ablaufdatum. Der Konzern kann sie jederzeit aussetzen oder beenden.
Die Wirkung zeigt sich bei der Aktienzahl. Ende September waren noch 849 Millionen Aktien im Umlauf, Ende 2025 waren es 904 Millionen, Ende 2023 sogar rund 1,2 Milliarden.
Die Quartalsdividende beträgt 0,18 Dollar je Aktie. Sie wird am 17. Dezember 2026 an Aktionäre ausgezahlt, die am 4. Dezember im Register stehen.
Die verengte Prognose lässt wenig Raum für Überraschungen im Schlussquartal. Die Schwäche im Auslandsgeschäft bleibt der Punkt, an dem die Marge noch Luft nach oben hat.
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