Eine Dividendenrendite von über sieben Prozent lockt normalerweise Schnäppchenjäger an. Bei General Mills greift dieser Mechanismus derzeit nicht. Der Lebensmittelkonzern kämpft mit sinkenden Umsätzen und verfehlten Erwartungen. Nun ziehen große Investmentbanken die Konsequenzen und stufen die Aktie reihenweise ab.
Der jüngste Quartalsbericht lieferte den Auslöser für die Skepsis. General Mills verdiente lediglich 64 US-Cent je Aktie und verfehlte damit die Prognosen der Wall Street spürbar. Auch beim Umsatz musste der Konzern einen Rückgang auf 4,44 Milliarden US-Dollar hinnehmen.
Diese Schwäche fällt im Branchenvergleich besonders auf. Während Konkurrenten wie PepsiCo ihre Erlöse zuletzt steigern konnten, verliert der Hersteller von Cheerios und Häagen-Dazs an Boden. Auch andere Branchenvertreter hoben kürzlich sogar ihre Jahresprognosen an.
Wall Street korrigiert Erwartungen
Die Reaktion der Analysten ließ nicht lange auf sich warten. Am Montag passten gleich mehrere Häuser ihre Einschätzungen nach unten an und verwiesen auf anhaltende operative Hürden:
- Wells Fargo: Senkte das Ziel auf 30 US-Dollar („Underweight“).
- Deutsche Bank: Reduzierte auf 32 US-Dollar („Hold“).
- UBS: Gab ein neues Kursziel von 35 US-Dollar aus („Sell“).
- Barclays: Korrigierte auf 36 US-Dollar („Equal Weight“).
Infolge der trüben Aussichten rutschte der Aktienkurs zuletzt in die Nähe seines Mehrjahrestiefs. Mit einem Minus von rund 23 Prozent seit Jahresbeginn hinkt das Papier dem breiten Lebensmittel- und Getränkesektor deutlich hinterher.
Hohe Vertriebskosten und ein schwächelndes Volumenwachstum belasten das operative Geschäft. Daran ändert auch die optisch günstige Bewertung mit einem einstelligen Kurs-Gewinn-Verhältnis wenig. Die fundamentalen Probleme überwiegen für viele Marktbeobachter den Reiz der hohen Ausschüttung.
Charttechnisch rückt nun die Unterstützungsmarke bei 32,79 US-Dollar in den Mittelpunkt. Fällt der Kurs unter dieses Niveau, drohen weitere Abgaben. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt zwar noch über der 40-Dollar-Marke, der breite Konsens rät inzwischen aber zur Reduzierung der Positionen.
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