General Mills setzt verstärkt auf eine schlankere Struktur und trennt sich von Randbereichen wie der Bio-Marke Muir Glen. Gleichzeitig verstärkt der Lebensmittelriese seine Führungsebene und hält trotz operativer Hürden an seiner langen Dividendentradition fest. Diese Neuausrichtung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen mit rückläufigen Umsätzen und Produktivitätsfragen kämpft.
Fokus auf Kernmarken
Mit dem Verkauf der Bio-Tomatenmarke Muir Glen an Violet Foods setzt das Unternehmen seine Strategie zur Portfolio-Optimierung konsequent fort. Muir Glen gehörte seit 2001 zum Konzern, passt aber offenbar nicht mehr in die langfristige Ausrichtung, die auf profitableres Wachstum abzielt. Finanzielle Details der Transaktion blieben zwar unter Verschluss, doch der Schritt verdeutlicht den Willen des Managements, die Komplexität des eigenen Angebots zu reduzieren.
Verstärkung im Verwaltungsrat
Parallel zum Markenverkauf gab das Unternehmen die Ernennung von Joan Bottarini in den Verwaltungsrat bekannt. Als amtierende Finanzchefin der Hyatt Hotels Corporation bringt sie zusätzliche Expertise in den Bereichen Finanzen und internationale Unternehmensführung ein. Diese personelle Weichenstellung wird von einer Modernisierung der Unternehmenssatzung begleitet, die künftige Aktionärsanträge und Nominierungsprozesse effizienter gestalten soll.
Dividende trifft auf operative Hürden
Trotz eines Umsatzrückgangs von sieben Prozent im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 zeigt sich das Unternehmen bei der Aktionärsvergütung beständig. Doch reicht die Dividendenkontinuität allein aus, um die Anleger angesichts sinkender Umsätze zu beruhigen? Das Board erklärte eine Quartalsdividende von 0,61 US-Dollar je Aktie, die am 1. Mai ausgezahlt wird. Damit setzt der Konzern seine Serie von 127 Jahren ununterbrochener Zahlungen fort.
Diese finanzielle Stabilität steht aktuell im Kontrast zu operativen Herausforderungen:
* Umsatzdruck: Der Nettoumsatz sank zuletzt auf 4,9 Milliarden US-Dollar.
* Rückrufaktion: In Kanada musste eine Rückrufaktion für Pillsbury-Produkte aufgrund potenzieller E.-coli-Verunreinigungen ausgeweitet werden.
* Kursentwicklung: Mit einem Minus von rund 22 Prozent innerhalb der letzten zwölf Monate steht der Titel unter Druck.
Die nächsten Monate werden zeigen, ob die Portfoliobereinigung die gewünschte Margenverbesserung bringt. Mit einem aktuellen Kurs von 44,39 USD und einem RSI von 31,3 nähert sich der Titel technisch gesehen einem überverkauften Bereich, was kurzfristig für eine Bodenbildung sprechen könnte. Aktionäre, die am Stichtag des 10. April im Aktienregister eingetragen sind, erhalten die nächste Ausschüttung planmäßig im Mai.
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