Der US-Nahrungsmittelkonzern General Mills treibt die Neuordnung seiner Kapitalstruktur voran. Das Unternehmen hatte Anfang der Woche sieben Barangebote zum Rückkauf vorrangiger Anleihen vorgelegt, deren Annahmefrist am gestrigen Freitag endete.
Das Gesamtvolumen für die Rückkäufe ist auf bis zu $750.000.000 gedeckelt, zuzüglich aufgelaufener Zinsen. Für drei der betroffenen Anleiheserien gilt dabei eine gemeinsame Obergrenze von $250.000.000. Die finanzielle Abwicklung der Transaktion ist für den 14. Oktober 2026 vorgesehen.
Weichenstellungen in der Führungsetage
Der Rückkauf fällt in eine Phase grundlegender personeller und gesellschaftsrechtlicher Veränderungen im Konzern. Zum 1. Januar 2027 übernimmt die derzeitige Chief Operating Officer Dana McNabb den Posten der Vorstandsvorsitzenden. Sie folgt auf Jeff Harmening, der das Amt abgibt und als Executive Chair an die Spitze des Verwaltungsrats wechselt.
Zudem beschlossen die Aktionäre am 29. September Änderungen der Gründungsurkunde, die zum 1. Oktober 2026 in Kraft traten. Diese sehen Haftungsfreistellungen für bestimmte leitende Angestellte vor und legen fest, dass Klagen nach dem US-Wertpapiergesetz vor Bundesbezirksgerichten verhandelt werden müssen.
Parallel dazu setzt der Konzern auf gezielte Marketinginitiativen im operativen Geschäft. So kooperiert die konzerneigene Teigwarenmarke Pillsbury mit Chain, um mit zeitlich befristeten Angeboten die Nachfrage im Segment für gekühlte Teigwaren zu stützen.
Verhaltener Geschäftsverlauf belastet Aktienkurs
Die strategischen Schritte vollziehen sich vor dem Hintergrund eines herausfordernden Marktumfelds. Im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2027, über das im Rahmen der General Mills Quartalszahlen berichtet wurde (vor rund zwei Wochen, seither -8,4 %), übertraf der Konzern zwar die Schätzungen der Analysten und bestätigte die Jahresprognose.
Laut Reuters fiel der Umsatz jedoch um 3 % auf $4,39 Milliarden, während die organischen Erlöse stagnierten. Wie Berichte zu Kostendruck und Margenschwäche bei General Mills zeigten (vor rund zwei Wochen, seither -5,8 %), belasteten gestiegene Beschaffungskosten die Profitabilität.
Am Aktienmarkt spiegeln sich diese Belastungsfaktoren wider. Das Papier beendete den Handel am Freitag bei 28,83 €. Seit Jahresanfang summiert sich der Kursverlust auf 28 %, während das Management nun versucht, über finanzielle Disziplin und eine verjüngte Führungsmannschaft neue Stabilität zu schaffen.
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