General Mills setzt auf Zauberkraft, um die Flaute im Supermarktregal zu beenden. Der Lebensmittelriese kämpft mit einer schwachen Konsumstimmung und aggressiven Eigenmarken des Handels. Eine groß angelegte Produktoffensive soll nun die Wende bringen.
Harry Potter im Keksregal
Der Konzern geht dafür eine strategische Partnerschaft mit Warner Bros. Discovery ein. Ab Juli 2026 rollen Harry-Potter-Themenprodukte in die US-Läden. Das Sortiment reicht von goldenen Schnatz-Keksen bis hin zu Schokofrosch-Sets für die heimische Küche.
Parallel dazu nutzt das Unternehmen Nostalgie als Verkaufsargument. Die klassischen „Monster Cereals“ feiern ihr 55-jähriges Jubiläum. Dafür kooperiert General Mills mit der Jim Henson Company für neue Verpackungsdesigns. Im Oktober 2026 folgt eine limitierte Sammlerbox.
Radikaler Sparkurs für Marketing-Milliarden
Hinter der bunten Fassade steht ein harter strategischer Umbau für das Geschäftsjahr 2027. Das Management will weg von reinen Preiserhöhungen. Stattdessen soll die Markenstärke den Absatz treiben. Dieser Fokus auf Innovation kostet jedoch viel Geld.
Dazu legt der Konzern ein massives Sparprogramm auf. Drei Milliarden US-Dollar an kumulierten Kosten sollen bis 2030 wegfallen. Im ersten Jahr peilt das Management bereits Einsparungen von rund 750 Millionen Dollar an.
Das Geld stammt primär aus einer effizienteren Lieferkette. Veraltete Vertriebswege werden modernisiert. Ferner setzt General Mills verstärkt auf Künstliche Intelligenz, um die Abläufe zu optimieren. Für 2027 prognostiziert der Konzern ein bereinigtes Ergebnis zwischen 3,00 und 3,20 Dollar je Aktie.
Skepsis am Aktienmarkt
Anleger reagieren bisher verhalten auf die Pläne. Die Aktie notiert aktuell bei 31,62 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Minus von rund 27 Prozent auf der Kurstafel. Der Druck durch günstigere Handelsmarken bleibt hoch.
Unter institutionellen Investoren herrscht Uneinigkeit über den künftigen Kurs. Während einige Großanleger ihre Positionen leicht ausbauten, reduzierten andere ihre Bestände deutlich. Die vierteljährliche Dividende von 0,61 US-Dollar bleibt derweil ein wichtiger Haltefaktor für Aktionäre. Ob die Harry-Potter-Serie bis zum Jahresende 2026 die erhoffte Trendwende einleitet, wird zum Gradmesser für die neue Strategie.
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