General Mills Aktie: Häagen-Dazs-Läden an Ningji

General Mills veräußert seine Häagen-Dazs-Filialen in China und fokussiert sich auf Kernmarken. Der Aktienkurs leidet unter starken Verlusten.

Auf einen Blick:
  • Häagen-Dazs-Filialen in China verkauft
  • Fokus auf Kernmarken mit Wachstum
  • Aktienkurs mit 36 Prozent Jahresminus
  • Quartalszahlen im Juli erwartet

General Mills verschenkt Millionen Kuchen, während der Aktienkurs massiv unter Druck steht. Zum 250. Geburtstag der USA will der Konzern mit einer Gratis-Aktion für die Marke Betty Crocker punkten. Hinter den Kulissen treibt das Management derweil den Umbau des Portfolios voran.

General Mills trennt sich von seinen Häagen-Dazs-Eisdielen auf dem chinesischen Festland. Eine Investorengruppe um den Tee-Spezialisten Ningji übernimmt das Geschäft. Der Käufer erhält eine Exklusivlizenz für den Betrieb der Läden und das Segment für Geschenkartikel. Die Gruppe betreibt bereits ein Netzwerk von über 3.000 Standorten.

General Mills behält jedoch die Kontrolle über den Einzelhandel und die Belieferung der Gastronomie in der Region. Dieser Schritt ist Teil der „Accelerate“-Strategie. Das Management will sich auf Marken mit hohem Wachstumspotenzial konzentrieren. Der Verkauf soll noch im Kalenderjahr 2026 abgeschlossen werden.

An der Börse herrscht derweil Katerstimmung. Die Aktie verlor im vergangenen Jahr rund 36 Prozent an Wert. Mit einem Schlusskurs von 29,22 Euro notiert das Papier weit unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von 43,22 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf gut 25 Prozent.

Der Relative-Stärke-Index liegt aktuell bei 34,6 Punkten. Damit nähert sich der Titel technisch gesehen einem überverkauften Bereich. Das 52-Wochen-Tief von 27,35 Euro bleibt in Sichtweite. Vom Jahreshoch bei 121,66 Euro ist die Aktie weit entfernt.

Im Juli veröffentlicht der Konzern die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2026. Dann muss der Vorstand beweisen, ob die Konzentration auf Kernmarken wie Cheerios die Margen dauerhaft stabilisiert. Anleger warten insbesondere auf Aussagen zur Entwicklung der Absatzvolumina.

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