General Mills entkoppelt sich zunehmend von seinen historischen Durchschnittswerten. Die Aktie notiert mit 33,76 US-Dollar nur noch knapp über ihrem Jahrestief von 32,64 US-Dollar. Diese Kursentwicklung sorgt für eine Bewertung, die weit unter dem langjährigen Mittel liegt.
Bewertung am Boden
Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis der erwarteten Gewinne liegt bei 10,4. Im Vergleich zum Fünfjahresschnitt von 15,3 wirkt das Papier optisch günstig. Parallel dazu kletterte die Dividendenrendite auf 7,36 Prozent.
Diese Ausschüttung hat eine außergewöhnliche Kontinuität. Seit 127 Jahren zahlt der Lebensmittelkonzern ohne Unterbrechung Dividenden an seine Aktionäre. Dennoch spiegeln die aktuellen Kurse massive operative Herausforderungen wider, die das Unternehmen zuletzt belasteten.
Operativer Gegenwind
Im dritten Quartal sank der Umsatz um acht Prozent auf 4,4 Milliarden US-Dollar. Der operative Gewinn brach zeitgleich um 41 Prozent ein. Besonders deutlich zeigt sich der Druck beim Ergebnis je Aktie, das sich auf 0,56 US-Dollar halbierte.
Das Management reagiert auf diese Entwicklung mit personellen Veränderungen an der Spitze. Dana McNabb übernahm im Mai 2026 den Posten des Chief Operating Officer. Institutionelle Investoren wie LSV Asset Management und Diamond Hill Capital halten trotz der Volatilität an ihren Positionen fest.
Im Juni 2026 veröffentlicht der Konzern die Ergebnisse für das vierte Quartal vor Marktöffnung. Dieser Termin wird zum ersten wichtigen Gradmesser für die neue operative Führung unter McNabb.
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