Die Aktie von General Mills hat ein neues 52-Wochen-Tief erreicht und das, obwohl der Lebensmittelriese im letzten Quartal die Gewinnerwartungen übertroffen hat. Der scheinbare Widerspruch zeigt: Der Markt blickt mit Sorge auf die Zukunft des Konzerns. Die bestätigte Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr lässt wenig Raum für Optimismus.
Gewinnprognose belastet Stimmung
Für das zweite Quartal des Fiskaljahres 2026 legte General Mills einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,10 US-Dollar vor, was über den Analystenschätzungen von 1,03 US-Dollar lag. Der Umsatz sank jedoch um 7 Prozent auf 4,86 Milliarden Dollar, was vor allem auf den Verkauf der nordamerikanischen Joghurt-Sparte zurückzuführen ist. Entscheidend für die aktuelle Marktstimmung ist die bekräftigte Jahresprognose: Der Vorstand erwartet für 2026 einen Rückgang des bereinigten Betriebsgewinns und des bereinigten Gewinns je Aktie um 10 bis 15 Prozent. Die Kosten für Reinvestitionen und die Inflation überwiegen derzeit offenbar Effizienzgewinne.
Pet-Food als Lichtblick
Während das Kerngeschäft in Nordamerika mit einem Umsatzrückgang von 13 Prozent schwächelt, zeigt ein Bereich deutliches Wachstum. Die Haustiersparte, angeführt von der Marke Blue Buffalo, legte im Quartal um 11 Prozent auf 660 Millionen Dollar zu. Diese divergente Entwicklung unterstreicht die strategische Neuausrichtung des Konzerns, die jedoch kurzfristig die Margen belastet.
Apple Aktie Chart
Analysten uneins über faire Bewertung
Die Einschätzungen der Finanzhäuser gehen angesichts der Datenlage auseinander. Während UBS mit einem Kursziel von 47 Dollar auf „Verkaufen“ setzt und auf die Margenbelastung verweist, bleibt Piper Sandler mit einem Ziel von 60 Dollar und einem „Overweight“-Rating optimistisch. Die Bank sieht das Unternehmen durch das Wachstum im Pet-Food-Segment gut für nachhaltiges Volumenwachstum aufgestellt. Der Konsens unter Analysten liegt derzeit bei etwa 53,67 Dollar. Die Aktie notiert damit nahe einem 52-Wochen-Tief und wird mit dem rund 12,8-fachen der für 2026 erwarteten Gewinne bewertet – ein Niveau, das in der Konsumgüterbranche oft mit deutlichen Herausforderungen verbunden ist.
Die Priorität des Vorstands für die kommenden Monate liegt klar auf der Wiederherstellung eines wachstumsgetriebenen Umsatzes. Dafür werden aggressive Preisinvestitionen und Marketingkampagnen forciert, um Marktanteile zurückzugewinnen. Ob diese Strategie langfristig trägt und die Aktie vom aktuellen Tiefpunkt aus wieder an Boden gewinnt, wird sich an der Entwicklung der Absatzmengen in den kommenden Quartalen zeigen.
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