General Mills zieht die Reißleine. Nach einem verlustreichen Schlussquartal setzt der US-Lebensmittelriese auf ein milliardenschweres Sparprogramm. Damit reagiert die Konzernführung auf die anhaltend schwache Kauflaune.
Massive Abschreibungen belasten das Ergebnis
Im vierten Quartal 2026 verbuchte der Konzern einen operativen Verlust von 2,1 Milliarden Dollar. Hohe Abschreibungen auf Markenwerte und der geplante Verkauf des Brasilien-Geschäfts drückten das Ergebnis massiv. Indes übertraf der bereinigte Gewinn je Aktie mit 0,95 Dollar die Erwartungen.
Im gesamten Geschäftsjahr sank der Umsatz um fünf Prozent auf 18,4 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn brach parallel dazu um 73 Prozent ein. Unter dem Strich verbuchte das Unternehmen für das Gesamtjahr einen leichten Verlust.
Fokus auf Effizienz und Innovation
Die Antwort auf diese Zahlen ist ein massives Effizienzprogramm. Bis 2030 will General Mills insgesamt drei Milliarden Dollar einsparen. Rund 750 Millionen Dollar davon sollen bereits im kommenden Jahr realisiert werden.
An der Börse wird die Aktie aktuell bei 33,05 Euro gehandelt. Der Titel hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Seit dem April-Hoch bei 121,66 Euro brach der Kurs massiv ein. Das entspricht einem Rückgang von über 70 Prozent.
Parallel zum Sparkurs setzt der Konzern auf Innovationen bei seinen Kernmarken. Produkte mit hohem Proteinanteil und Angebote für Haustierbesitzer stehen dabei im Fokus. Die Konzernführung reagiert damit auf ein Marktwachstum unter dem historischen Durchschnitt.
Ausblick und Dividende
Für das Geschäftsjahr 2027 rechnet General Mills mit einem bereinigten Gewinn von bis zu 3,20 Dollar je Aktie. Das operative Ergebnis könnte parallel dazu um bis zu 13 Prozent sinken.
Aktionäre erhalten weiterhin eine Quartalsdividende von 0,61 Dollar. General Mills zahlt damit seit 127 Jahren ununterbrochen eine Gewinnbeteiligung aus.
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