General Mills schmiedet eine Allianz für die US-Landwirtschaft. Gemeinsam mit dem Einzelhändler Walmart und dem Agrarkonzern ADM weitet der Lebensmittelriese den regenerativen Anbau auf 40.000 Acre (rund 16.000 Hektar) Weizenland aus. Dieser Schritt soll die Lieferketten langfristig krisenfest machen und die Bodenqualität sichern.
Hinter den ökologischen Ambitionen steht ein harter finanzieller Kalkül. Der Konzern kämpft mit einer schwachen Nachfrage im Haustiersegment und sucht nach Wegen, die Beschaffung zuverlässiger zu gestalten. Das Management setzt deshalb verstärkt auf Effizienzsteigerungen, um den steigenden Kosten zu begegnen.
Milliarden-Sparziel bis 2030
Bis zum Geschäftsjahr 2030 will General Mills kumulierte Kosteneinsparungen von drei Milliarden US-Dollar erreichen. Allein für das kommende Geschäftsjahr 2027 plant die Führung mit Entlastungen von mindestens 750 Millionen Dollar.
Parallel dazu soll der geplante Verkauf des Brasilien-Geschäfts die Bilanz bereinigen. Analysten bleiben jedoch zurückhaltend. Die Mehrheit der Experten empfiehlt derzeit, das Papier lediglich zu halten. Zwar stieg der Kurs zuletzt in einem Monat um gut 14 Prozent, notiert mit etwa 33 Euro aber noch immer deutlich unter seinem Vorjahresniveau.
Innovation gegen Absatzschwund
Der Ausblick für 2027 spiegelt die angespannte Lage wider. General Mills erwartet einen Rückgang des bereinigten Betriebsgewinns um 8 bis 13 Prozent. Die hausinterne Prognose rechnet derweil mit einer Kosteninflation zwischen vier und fünf Prozent.
Um den organischen Umsatz zu stützen, forciert das Unternehmen Produktinnovationen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einem direkten Mehrwert für Verbraucher, um die Markenattraktivität zu erhöhen. Nur so kann der Konzern die schleppende Mengenentwicklung korrigieren und Marktanteile verteidigen.
Die kommenden Monate werden zur Belastungsprobe für die neue Effizienzstrategie. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2027 peilt General Mills einen bereinigten Gewinn pro Aktie zwischen 3,00 und 3,20 US-Dollar an.
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