General Mills baut sein gesamtes Liefernetzwerk um. Der US-Lebensmittelriese reagiert damit auf veraltete Strukturen. Die bisherigen Kapazitäten passen nicht mehr zu den aktuellen Produktionsmengen des Konzerns.
Milliarden-Einsparungen im Visier
Chief Operating Officer Dana McNabb stellte die Pläne vor kurzem in einer Telefonkonferenz vor. Das bestehende Netzwerk stammt aus einer Ära mit deutlich geringeren Volumina. Jetzt will der Konzern agiler werden und Innovationen schneller in die Regale bringen.
Das Ziel: Bis zum Geschäftsjahr 2030 will General Mills 3 Milliarden US-Dollar sparen. Rund eine Milliarde davon soll durch effizientere Prozesse und neue Technologien entstehen. Für das Geschäftsjahr 2027 plant das Management bereits mit Ersparnissen von 750 Millionen Dollar.
Schwache Bilanz drückt die Stimmung
Die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2026 belegen den massiven Handlungsbedarf. Der Jahresumsatz sank um fünf Prozent auf 18,4 Milliarden Dollar. Parallel dazu belasteten hohe Abschreibungen das vierte Quartal.
Unter dem Strich stand ein operativer Verlust von 2,1 Milliarden Dollar. Neben Wertberichtigungen auf Marken drückte der geplante Verkauf des Brasilien-Geschäfts das Ergebnis. Bereinigt stieg der Betriebsgewinn hingegen leicht auf 705 Millionen Dollar.
Trüber Ausblick für 2027
Für das neue Geschäftsjahr bleibt der Vorstand vorsichtig. Der bereinigte Betriebsgewinn wird voraussichtlich um bis zu 13 Prozent sinken. Das Management rechnet mit einem bereinigten Gewinn pro Aktie zwischen 3,00 und 3,20 Dollar.
Anleger reagieren verhalten. Die Aktie notiert aktuell bei 32,11 Euro — ein Minus von rund 26 Prozent auf Jahressicht. Dennoch hält das Unternehmen an seiner Ausschüttungspolitik fest. Die Quartalsdividende von 0,61 Dollar wird am 3. August ausgezahlt. Damit setzt der Konzern eine 127-jährige Tradition ungebrochener Zahlungen fort.
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