Geely-Aktie: Rückruf bei Zeekr!

Geelys Elektromarke Zeekr tauscht bei Zehntausenden Fahrzeugen defekte Batteriezellen aus. Die Kosten für den Rückruf und die Auswirkungen auf die Bilanz sind noch unklar.

Auf einen Blick:
  • Umfangreicher Batterietausch bei Zeekr 001 WE
  • Defekte Zellen von Zulieferer Sunwoda verursacht
  • Robuste operative Zahlen trotz Rückrufaktion
  • Bilanzveröffentlichung für März 2026 erwartet

Geelys Elektro-Tochter Zeekr hat gestern eine umfangreiche Service-Maßnahme für ihr Modell 001 WE angekündigt. Betroffen sind weltweit über 38.000 Fahrzeuge, bei denen produktionsbedingte Defekte an den Batteriezellen eine Brandgefahr darstellen. Doch welche finanziellen Lasten kommen durch den großflächigen Austausch der Batteriepakete auf den Konzern zu?

Die wichtigsten Fakten zum Rückruf:
* Betroffene Einheiten: 38.277 Fahrzeuge (Modell Zeekr 001 WE)
* Produktionszeitraum: Juli 2021 bis März 2024
* Ursache: Mängel bei Batteriezellen des Zulieferers Sunwoda
* Start der Maßnahme: 6. März 2026

Brandgefahr durch defekte Zellen

Nach Angaben der chinesischen Marktregulierungsbehörde (SAMR) weisen die betroffenen Hochvolt-Batterien Unregelmäßigkeiten beim internen Widerstand auf. Dieser technische Mangel kann zu einer Verschlechterung der Leistung und im Extremfall zu einem thermischen Durchgehen der Zellen führen. Zeekr wird die betroffenen Batteriepakete kostenlos prüfen und bei Bedarf ersetzen. Dabei priorisiert das Unternehmen Fahrzeuge, die bereits eine Cloud-basierte Diagnose durchlaufen haben.

Dem Rückruf ging ein monatelanger Rechtsstreit zwischen Geely-nahen Unternehmen und dem Zulieferer Sunwoda voraus. Erst am vergangenen Freitag erzielten die Parteien einen Vergleich, der den Weg für die nun eingeleitete Maßnahme ebnete.

Wachstum trotz technischer Probleme

Trotz der Belastung durch den Rückruf zeigt sich die operative Entwicklung des Geely-Konzerns zum Jahresauftakt robust. Im Januar lieferte das Unternehmen insgesamt 270.167 Fahrzeuge aus. Die Marke Zeekr steuerte dazu 23.852 Einheiten bei und verzeichnete damit ein deutliches Wachstum im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Parallel dazu treibt das Management die „One Geely“-Strategie voran, um bis 2030 einen jährlichen Absatz von 6,5 Millionen Fahrzeugen zu erreichen. Um mögliche Importzölle in Europa zu umgehen, führt der Konzern zudem fortgeschrittene Gespräche mit Ford über die Nutzung freier Produktionskapazitäten in europäischen Werken.

Bilanztermin im Fokus

Anleger bewerten nun, inwieweit die Kosten für den Batterietausch und potenzielle Reputationsrisiken die Profitabilität der Premiumsparte belasten. Ein detaillierter Einblick in die finanzielle Verfassung des Konzerns wird für den 18. März 2026 erwartet. An diesem Tag plant Geely die Veröffentlichung der geprüften Jahresergebnisse für das Geschäftsjahr 2025.

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