GE Vernova legte zuletzt deutlich zu und stieg um mehr als 6% auf 681,55 USD. Auslöser ist eine Initiative des Weißen Hauses und des Energieministeriums, die den Netzbetreiber PJM zur Durchführung von Notfall-Kapazitätsauktionen drängt — ein Szenario, das direkt auf die Auftragsbücher des Unternehmens wirkt. Kann sich daraus kurzfristig eine Anhebung der Jahresprognose ableiten? Die Märkte erwarten Klarheit bei den Quartalszahlen Ende Januar.
Warum die Rallye?
Das Momentum geht auf den Vorstoß des Weißen Hauses und des US-Energieministeriums zurück. Sie drängen PJM Interconnection zu Notfallkapazitätsauktionen, weil die Nachfrage nach Strom durch Rechenzentren, vor allem wegen der Ausweitung von KI-Anwendungen, stark anzieht. Jefferies nannte Ge Vernova in diesem Zusammenhang den „klarsten Gewinner“. Begründung: Modelle wie „Bring Your Own Generation“ und der kurzfristige Bedarf an verlässlicher Grundlast erfordern Gasturbinen und Netzinfrastruktur — genau in diesen Bereichen ist Ge Vernova aktiv.
Zahlen und Ausblick
Die Auswirkungen der Rechenzentrums‑Nachfrage zeigen sich in konkreten Kennzahlen:
– Hyperscaler-Anteil an Neuaufträgen liegt inzwischen bei rund einem Drittel, zuvor waren es etwa 10%.
– Das Unternehmen erwartet einen Auftragsbestand von etwa 200 Mrd. USD bis Ende 2028.
– Für 2026 peilt Ge Vernova Umsätze von rund 41 Mrd. USD an; das Segment Electrification soll um etwa 20% wachsen.
Die entscheidende Frage für die kurzfristige Kursentwicklung ist, ob der PJM‑Impuls tatsächlich zu sofortigen, bilanzwirksamen Aufträgen führt. Konkrete Bestellungen oder ein deutlich höherer Auftragsbestand in den nächsten Quartalszahlen wären die Basis für eine angehobene Jahresprognose.
Analysten und Erwartungen
Die Reaktionen der Analysten sind geteilt. Gestern bezeichnete Jim Cramer die Aktie als „einen meiner absoluten Lieblingswerte“ und verwies auf Stärke bei Gasturbinen und Kernkraft. Institutionelle Einschätzungen:
– Citi hob das Kursziel am 12. Januar von 658 auf 708 USD (Neutral).
– JPMorgan sieht ein Ziel von 1.000 USD.
– Baird degradierte kürzlich auf Neutral und senkte das Ziel auf 649 USD.
Marktteilnehmer richten ihren Blick auf die Q4‑Zahlen am 28. Januar. Relevant sind insbesondere die Margen im Power‑Segment und die Umsetzung des teils angekündigten 9 Mrd. USD Investitionsprogramms für die US‑Fertigung. Nur wenn Management konkrete Auftragseingänge aus dem PJM‑Impuls und belastbare Margenverbesserungen vorweisen kann, ist mit einer tatsächlichen Prognoseanhebung zu rechnen.
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