GameStop-Aktie: Der totale Wahnsinn?

Die GameStop-Aktie bricht zum Wochenauftakt im US-Handel um fast zehn Prozent ein. Ist die Börse nicht begeistert von der Idee der Computerspielhandelskette, eBay zu übernehmen?

Auf einen Blick:
  • Übernahmeangebot i.H.v 56 Mrd. USD für eBay
  • Verknüpfung von eBay mit dem Filialnetz von GameStop
  • Unklarheit, wie Transaktion finanziert werden kann

Die GameStop-Aktie bricht zum Wochenauftakt im US-Handel um fast zehn Prozent ein. Ist die Börse nicht begeistert von der Idee der Computerspielhandelskette, eBay zu übernehmen?

eBay kaufen

Es war wahrlich ein Paukenschlag, der am Wochenende über die Welt des Online-Handels hereinbrach: GameStop will eBay kaufen.

GameStop-CEO Ryan Cohen hat ein unaufgefordertes Angebot in Höhe von 56 Milliarden US-Dollar für eBay abgegeben. Da eBay deutlich größer ist als GameStop selbst, fragen sich Analysten und Anleger gleichermaßen, wie der Videospielhändler diesen Deal finanzieren will.

Das Angebot von 125 US-Dollar pro eBay-Aktie soll in einer Mischung aus Cash und GameStop-Aktien erfolgen. Anleger befürchten, dass GameStop eine massive Menge neuer Aktien ausgeben muss, was den Wert der bestehenden Anteile erheblich verwässern würde.

Während Cohen das Ziel verfolgt, eBay mit dem nationalen Filialnetz von GameStop zu verknüpfen (um physische Authentifizierungs- und Abholzentren für den Marktplatz zu schaffen), bezweifelt der Markt die Synergien. Viele sehen darin einen verzweifelten Versuch, in einem schrumpfenden physischen Spielemarkt relevant zu bleiben.

Während die eBay-Aktie heute um über fünf Prozent nach oben schießt, wird GameStop als potenzieller Käufer abgestraft – ein typisches Phänomen bei Übernahmen, wenn der Markt den Kaufpreis für zu hoch oder die Umsetzung für zu riskant hält.

Sehr hohe Hürden

Wie üblich bei GameStop spielt auch die Psychologie der „Meme-Trader“ eine Rolle. Nach der anfänglichen Euphorie über die Schlagzeile am Sonntagabend setzen zum Wochenbeginn nun massive Gewinnmitnahmen und Leerverkäufe ein, da die Hürden für einen solchen Mega-Deal (behördliche Genehmigungen, Finanzierung, Zustimmung der eBay-Aktionäre) als extrem hoch eingeschätzt werden. Der Markt glaubt heute schlichtweg nicht daran, dass GameStop eBay „verdauen“ kann, ohne die eigenen Aktionäre finanziell zu überfordern.

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