Die Spannung steigt bei GameStop. Am 24. März stehen die Zahlen für das vierte Quartal an. Doch diesmal geht es um mehr als nur Umsatz und Gewinn. CEO Ryan Cohen hat große Pläne angekündigt und will GameStop zu einer Übernahmeplattform nach Berkshire-Vorbild umbauen. Die Investoren warten gespannt auf Details zur angekündigten Mega-Akquisition.
Im dritten Quartal sank der Umsatz zwar um 4,5 Prozent, doch das operative Ergebnis drehte ins Plus. Das Weihnachtsquartal dürfte nun zeigen, ob die Strategie aufgeht. Cohen sprach in Interviews davon, ein „deutlich größeres“ börsennotiertes Konsumunternehmen übernehmen zu wollen. Unterbewertet soll es sein, qualitativ hochwertig und mit einem verschlafenen Management. Klingt nach einem klassischen Turnaround-Kandidaten.
Cohen setzt alles auf eine Karte
Die Frage nach Zielgröße, Timing und Finanzierung treibt die Anleger um. Leider hält GameStop seit über zwei Jahren keine Telefonkonferenzen mehr ab. Informationen bleiben also rar. Besonders interessant ist die Cash-Position und der Bitcoin-Bestand des Unternehmens, nachdem Cohen signalisiert hat, dass die Kapitalallokation künftig klar auf M&A ausgerichtet sein wird.
GameStop Corp. Aktie Chart
Cohens Anreizpaket zeigt, wie ernst er es meint. Er kassiert nur, wenn GameStop mindestens 20 Mrd. Dollar Marktkapitalisierung und 2 Mrd. Dollar kumuliertes EBITDA erreicht. Die volle Auszahlung gibt es erst bei 100 Mrd. Dollar Börsenwert und 10 Mrd. Dollar EBITDA. Das ist eine Wette auf Alles oder Nichts.
Die Aktie legte seit Jahresbeginn um 12,4 Prozent zu und bringt aktuell 10,1 Mrd. Dollar auf die Waage. Die Leerverkaufsquote liegt bei 14,7 Prozent. Der Optionsmarkt rechnet mit einem Kursausschlag von 8 Prozent nach den Zahlen. Anleger sollten sich auf Volatilität einstellen, denn Cohens Vision könnte GameStop komplett neu definieren.
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