Galderma Aktie: 1,5-Milliarden-Zukauf

Symbolbild, KI-generiert

Der Hautpflegezukauf erweitert Galdermas Portfolio; zunächst steigen die Investitionen, während die EBITDA-Marge 2027 leicht sinken dürfte.

Auf einen Blick:
  • Übernahmevereinbarung mit ZO Skin Health unterzeichnet
  • Kaufpreis von 1,5 Milliarden Dollar
  • Barzahlung aus Eigenmitteln und Bankkrediten
  • Abschluss vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen geplant

Galderma kauft sich in den US-Markt für ärztlich vertriebene Hautpflege ein. Der Dermatologiekonzern hat eine Vereinbarung zur Übernahme von ZO Skin Health unterzeichnet, per Ad-hoc-Mitteilung. Der Unternehmenswert liegt bei 1,5 Milliarden Dollar.

Was Galderma kauft

ZO Skin Health sitzt in Irvine, Kalifornien, und geht auf den Dermatologen Zein Obagi zurück. Die Marke setzt auf retinol- und säurebasierte Pflegeprotokolle. Mehr als 40 Produkte laufen über rund 16.500 Arztpraxen, Medical Spas und Online-Konten in über 40 Ländern. Der Nettoumsatz lag in den zwölf Monaten bis Juni 2026 bei etwa 330 Millionen Dollar.

Verkäufer sind die Aktionäre, darunter von Blackstone verwaltete Fonds und die Familie Obagi. Galderma zahlt komplett in bar und finanziert den Kauf aus vorhandenen Mitteln sowie über Bankkredite. Der Konzern betont, an seinem soliden Investment-Grade-Rating festzuhalten.

Passt ins Portfolio

Die Marke ergänzt Alastin, die auf regenerative Pflege rund um ästhetische Eingriffe zielt. Zusammen mit Cetaphil baut Galderma damit seine Sparte für dermatologische Hautpflege aus. Konzernchef Flemming Ørnskov spricht von einem weiteren Schritt zum innovativsten Dermatologie-Portfolio der Welt und sieht Chancen, das Wachstum der Marke wieder anzufachen.

Kurzfristig kostet das Geld. Galderma will im ersten Jahr nach dem Abschluss die kommerziellen Investitionen erhöhen, erst ab dem zweiten Jahr soll das Wachstum anziehen.

Effekte auf die Zahlen

Beim bereinigten Gewinn je Aktie erwartet das Unternehmen im ersten vollen Jahr nach Abschluss ein neutrales Ergebnis. Die Core-EBITDA-Marge dürfte 2027 leicht verwässert werden. Ab 2028 soll sie dem Konzerndurchschnitt entsprechen.

Der Abschluss ist für das vierte Quartal 2026 oder Anfang 2027 geplant und steht unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen. Die Aktie schloss am Dienstag bei 167,35 Franken, ein Minus von 0,48 Prozent. Wie der Markt den Zukauf am Mittwoch aufnimmt, zeigt sich im Handelsverlauf. Maßgeblich dürfte sein, ob Investoren den Preis für eine Marke mit 330 Millionen Dollar Umsatz und der zunächst erwarteten Margenbelastung akzeptieren.

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