Allen mahnenden Worten zum Trotz ist die KI-Blase noch immer nicht geplatzt, so es eine solche denn geben mag. Dennoch kann es an der Börse schon mal unschön werden, wenn die Erwartungen der Anleger ein wenig über das Ziel hinausschießen. Ein anschauliches Beispiel dafür ist aktuell die Aktie von Fujikura. Der japanische Elektronikkonzern profitierte bis vor Kurzem stark von der hohen Nachfrage nach Glasfaserkabeln und anderen Komponenten für KI-Rechenzentren.
Vor rund zwei Wochen kratzte die Aktie noch an der Marke von 8.000 Yen. Darauf folgte jedoch eine harsche Korrektur, nach der nun mittlerweile nicht einmal mehr die Marke bei 5.000 Yen gehalten werden konnte. Ausschlaggebend dafür war eine ernüchternde Prognose.
Fujikura ist vorsichtig
Für das Geschäftsjahr 2028 hatten Analysten mit einem operativen Ergebnis von 455 Milliarden Yen gerechnet und angesichts des damit verbundenen Wachstumspotenzials erschien die Aktie nicht zu hoch bewertet zu sein. Dummerweise prognostizierte Fujikura selbst nun lediglich 315 Milliarden Yen. An der Börse brach prompt Katerstimmung aus.
Fujikura Aktie Chart
Der Abwärtstrend zog sich am Freitag mit Abschlägen von 4,9 Prozent fort und der Kurs fiel bis auf 4.771 Yen zurück. Schlecht geht es dem Unternehmen weiterhin nicht. Doch den jüngsten Schock müssen die Anleger wohl noch verdauen und wo nun ein Boden gefunden werden mag, bleibt offen.
Große Erwartungen
Trotz der Rückschläge notiert die Fujikura-Aktie derzeit noch fast 320 Prozent höher als vor einem Jahr. Wer bereits länger investiert ist, kommt also noch nicht ins Schwitzen. Es zeigt sich bei der Aktie aber sehr deutlich, wie extrem hoch die Erwartungen bei allem sind, was auch nur entfernt mit KI zu tun hat. Wachstum allein reicht nicht mehr aus, um Aktienkurse in noch höhere Gefilde zu befördern. Ein deutliches Übertreffen von ambitionierten Analystenschätzungen ist stattdessen das Mindeste.
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