Fujikura Aktie: Prognose auf 432 Milliarden Yen angehoben

Fujikura erhöht Umsatz- und Gewinnprognosen deutlich, investiert Milliarden in neue Glasfaserwerke und verzeichnet einen Kurssprung von fast neun Prozent.

Auf einen Blick:
  • Prognose für operativen Gewinn deutlich erhöht
  • Neues Werk für Glasfaserkabel in Japan
  • Investitionen bis 300 Milliarden Yen geplant
  • Aktie steigt um 8,86 Prozent

Der japanische Technologiekonzern Fujikura hat seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr signifikant nach oben korrigiert. Ausschlaggebend für die optimistische Einschätzung ist die anhaltend starke Nachfrage nach optischen Komponenten, die vor allem durch den weltweiten Ausbau von Rechenzentren im Zuge des KI-Booms getrieben wird.

Signifikante Anhebung der Gewinn- und Umsatzziele

Für das bis März 2027 laufende Gesamtjahr rechnet das Unternehmen nun mit einem Nettoumsatz von 1,755 Billionen Yen. Zuvor war der Konzern von einer geringeren Zielmarke ausgegangen. Besonders deutlich fällt die Korrektur beim operativen Gewinn aus, der nun bei 432 Milliarden Yen erwartet wird. Damit verbessert sich die Prognose für das Ergebnis je Aktie von ursprünglich 138,31 Yen auf 196,88 Yen.

Auch für das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres wurden die Erwartungen nach oben geschraubt. Fujikura prognostiziert hier einen Nettoumsatz von 821 Milliarden Yen und einen operativen Gewinn von 198 Milliarden Yen. Der Nettogewinn für diesen Zeitraum wird nun auf 149 Milliarden Yen geschätzt. Die Analysten von Simply Wall St weisen darauf hin, dass die erhöhte Nachfrage im Rechenzentrumssektor der primäre Treiber dieser Entwicklung ist.

Expansionskurs mit Fokus auf Glasfaser-Produktion

Parallel zur Prognoseerhöhung treibt Fujikura den Ausbau seiner Produktionskapazitäten massiv voran. In Sakura, in der Präfektur Chiba, plant der Konzern den Bau eines neuen Werks zur Herstellung von ultrahochdichten Glasfaserkabeln. Die Investitionssumme für diesen Standort wird auf rund 40 Milliarden Yen beziffert. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für Dezember 2030 vorgesehen.

Diese Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Strategie: Insgesamt plant der Konzern Investitionen von bis zu 300 Milliarden Yen in Japan und den USA. In diesem Zusammenhang wurde bereits eine US-Tochtergesellschaft in Delaware gegründet, um die Aktivitäten und Investitionen auf dem amerikanischen Markt zu koordinieren. Fujikura setzt damit auf eine langfristige Absicherung der Lieferketten für den wachsenden Bedarf an Infrastruktur für die Datenübertragung.

Marktreaktion und Bewertung im Branchenvergleich

An der Börse lösten die Nachrichten heute eine starke Kursreaktion aus. Die Aktie stieg um 8,86 % und notiert aktuell bei 31,57 €. Medienberichten zufolge profitierte das Papier dabei von der allgemein positiven Stimmung im japanischen Halbleiter- und Infrastruktursektor, die den Nikkei 225 auf den höchsten Stand seit vier Wochen hob.

Trotz der angehobenen Prognosen bleibt die Bewertung des Unternehmens ein Thema unter Marktbeobachtern. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) wird derzeit auf 44,8 beziffert, was deutlich über dem Branchendurchschnitt von 13,7 liegt.

Die aktuelle Marktkapitalisierung von Fujikura beläuft sich auf 46,70 Milliarden €. Anleger beobachten nun genau, ob das operative Wachstum das hohe Bewertungsniveau nachhaltig rechtfertigen kann, während der Konzern seine Marktposition im Bereich der optischen Komponenten weiter festigt.

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