Fujikura Aktie: 310 Milliarden Yen Gewinnprognose erhöht

Fujikura profitiert von hohem Glasfaserbedarf für KI-Rechenzentren und hebt Gewinnprognose an. Die Aktie erholt sich nach Kursverlusten im Frühjahr.

Auf einen Blick:
  • Kursplus von über sieben Prozent
  • Glasfaserknappheit für KI-Infrastruktur
  • Gewinnprognose deutlich angehoben
  • Erholung nach überverkauften Zonen

Fujikura fängt sich nach turbulenten Wochen wieder. Die Aktie des japanischen Kabelherstellers kletterte am Donnerstag um 7,12 Prozent. Investoren bewerten die Rolle des Unternehmens in der globalen KI-Infrastruktur neu. Das Geschäft mit Glasfaserkabeln rückt dabei ins Zentrum.

Preismacht im Glasfasermarkt

KI-Rechenzentren benötigen enorme Mengen an Spezialkabeln. Im Vergleich zu herkömmlichen Serverfarmen ist der Bedarf an Glasfaser bis zu 36-mal höher. Fujikura nutzt diese Knappheit derzeit für Preiserhöhungen. Das Management bestätigt, dass die Nachfrage die Produktionskapazitäten deutlich übersteigt.

Fast alle großen US-Hyperscaler setzen auf die Technik der Japaner. Besonders gefragt sind Systeme wie das „Spider Web Ribbon“. Diese speziellen Glasfaser-Bänder ermöglichen extrem hohe Verbindungsgeschwindigkeiten. Sie sind die physische Grundlage für große KI-Cluster.

Erholung nach dem Ausverkauf

Die aktuelle Kursrallye gleicht einen Teil der Verluste aus dem Frühjahr aus. Im Mai verlor das Papier massiv an Wert. Damals enttäuschten langfristige Prognosen die hohen Erwartungen der Analysten. Inzwischen hat sich die Stimmung jedoch gedreht.

Der Konzern hob die Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2027 deutlich an. Er erwartet nun einen operativen Gewinn von 310 Milliarden Yen. Das entspricht einer Steigerung von fast 50 Prozent gegenüber der alten Schätzung. Neue Projekte von Hyperscalern treiben dieses Wachstum.

Der breite japanische Technologiesektor stützt diese Entwicklung. Parallel dazu zeigen technische Indikatoren eine erste Entspannung. Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei 38,7 Punkten. Die Aktie verlässt damit langsam die extrem überverkauften Zonen.

Im August 2026 veröffentlicht Fujikura die Ergebnisse für das erste Quartal. Diese Zahlen werden zeigen, ob die Preiserhöhungen bereits die Margen stützen. Der hohe Auftragsbestand der US-Cloud-Giganten dient dabei als wichtigster Gradmesser.

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