Fujikura Aktie: 300 Milliarden Yen Investition

Fujikura verzeichnet starke Nachfrage nach KI-Glasfaserkabeln und hebt Prognose an, doch die Aktie leidet unter extremer Kursschwankung.

Auf einen Blick:
  • Starke Nachfrage nach KI-Glasfaserkabeln
  • Prognose für Betriebsgewinn angehoben
  • Aktie trotz Erfolgsmeldungen im Minus
  • Hohe Volatilität belastet den Kurs

Während US-Tech-Giganten ihre Rechenzentren für künstliche Intelligenz massiv aufrüsten, gerät der Zulieferer Fujikura unter Druck. Die Aktie verlor am Donnerstag 3,52 Prozent. Dabei liefert die operative Seite derzeit fast ausschließlich Erfolgsmeldungen.

Fujikura profitiert von einer Sonderkonjunktur im Markt für KI-Infrastruktur. Solche Rechenzentren benötigen deutlich größere Mengen an hochdichten Glasfaserkabeln als klassische Cloud-Anlagen. Das Management reagiert. Mit einem Investitionspaket von 300 Milliarden Yen will der Konzern seine Produktionskapazitäten verdreifachen.

Die Preismacht des Unternehmens wächst spürbar. Fujikura hebt bereits die Preise für Glasfaserkabel an, da die Nachfrage der US-Hyperscaler das Angebot übersteigt. Experten erwarten für das erste Quartal einen Umsatz von rund 352 Milliarden Yen. Im gleichen Schritt korrigierte der Vorstand das Ziel für den Jahresbetriebsgewinn auf 310 Milliarden Yen nach oben.

Volatilität belastet den Kurs

Trotz der optimistischen Prognosen bleibt das Papier ein Nervenspiel. In den vergangenen vier Wochen brach der Kurs um über 26 Prozent ein. Analysten von Morgan Stanley werten die jüngste Guidance-Erhöhung zwar als ungewöhnlich positiv, verweisen aber auf die extrem hohe Volatilität von 121 Prozent.

Das Ziel: die Marktführerschaft bei KI-Kabeln. Der offizielle Quartalsbericht im August wird zur Bewährungsprobe für diese Wachstumsstory. Investoren richten ihren Blick dabei vor allem auf den Baufortschritt im Werk Sakura in der Präfektur Chiba.

Parallel dazu entscheidet der Erfolg der neuen US-Tochtergesellschaft Fujikura Optical Cable Systems über die künftige Position im amerikanischen Markt. Nur wenn die operativen Fortschritte die Erwartungen bestätigen, dürfte sich die Lücke zwischen der starken fundamentalen Entwicklung und der schwachen Kursperformance schließen.

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