Nach dem langen Feiertagswochenende holte der Londoner Aktienmarkt am Dienstag einen Teil der verpassten Gewinne nach — und zeigte sich dabei robuster als seine europäischen Pendants.
Der FTSE 100 legte rund 0,6 Prozent zu und überwand dabei zeitweise die Marke von 10.500 Punkten. Der britische Leitindex profitierte dabei vor allem von steigenden Rohstoff- und Minenaktien. Anglo American gewann gut 1,6 Prozent, Rio Tinto rund 2 Prozent — höhere Edel- und Basismetallpreise trieben die Bergbautitel nach oben.
Geopolitik im Hintergrund
Während London zulegte, verloren die Märkte der Eurozone spürbar an Boden. US-Militärschläge gegen iranische Raketenstellungen und Boote im Bereich der Straße von Hormus sorgten für neuerliche Unsicherheit. Die Hoffnungen auf ein Rahmenabkommen zwischen Washington und Teheran, die am Vortag noch die Kurse angeschoben hatten, wichen wieder der Vorsicht.
Der Ölpreis rückt damit wieder in den Mittelpunkt. Marktbeobachter sehen in der 100-Dollar-Marke bei der Nordseesorte Brent eine entscheidende Wegmarke: Preise darüber signalisieren anhaltenden Inflationsdruck, Notierungen darunter könnten auf eine Entspannung bei Waren und Dienstleistungen hindeuten.
Klare Gewinner und Verlierer
Im Index sortierten sich die Sektoren deutlich. Neben den Minenwerten zogen Banken- und Immobilienaktien an — Barclays, NatWest und Lloyds gehörten zu den stärkeren Werten, ebenso Versicherer und Real-Estate-Titel wie British Land. Auf der anderen Seite verloren AutoTrader Group rund 4,5 Prozent, Melrose Industries gut 4 Prozent. Auch BP und Vodafone gaben nach.
Hinzu kommt ein makroökonomischer
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