FS KKR Capital gerät von zwei Seiten unter Druck. Eine Sammelklage wirft dem BDC vor, Anleger über Portfolio-Umbau, Bewertungen und Dividendenpolitik in die Irre geführt zu haben. Parallel dazu bleibt die Aktie bei Analysten klar im Abwärtsmodus.
Die Vorwürfe zielen auf die Zeit nach deutlichen Rückgängen beim Nettoinventarwert und auf Kursverluste im Jahr 2025. Hinzu kommt eine kräftige Kürzung der Quartalsdividende von 0,70 auf 0,48 Dollar im vierten Quartal 2025. Für betroffene Anleger läuft eine Frist bis zum 6. Juli 2026, um sich als Hauptkläger zu bewerben.
Analysten bleiben skeptisch
Die Einschätzung der Broker fällt weiter defensiv aus. Acht Häuser kommen im Schnitt nur auf ein „Reduce“, darunter ein Verkaufs- und sieben Halte-Votings. Das Kursziel liegt im Konsens bei 10,58 Dollar.
Auch die jüngsten Zahlen helfen nicht weiter. Im ersten Quartal 2026 meldete FS KKR Capital einen Gewinn je Aktie von 0,41 Dollar und verfehlte damit die Erwartung von 0,44 Dollar. Der Umsatz sank auf 304 Millionen Dollar und lag damit spürbar unter den erwarteten 316,81 Millionen Dollar.
Aktie bleibt schwach
Der Markt preist die Unsicherheit längst ein. Zuletzt schloss die Aktie bei 9,30 Euro, seit Jahresbeginn steht ein Minus von 27,05 Prozent zu Buche. Auf Sicht von zwölf Monaten hat der Titel fast die Hälfte seines Werts verloren.
Technisch bleibt das Bild angespannt. Die Aktie notiert zwar etwas über dem 50-Tage-Durchschnitt von 9,11 Euro, liegt aber klar unter der 200-Tage-Linie von 11,92 Euro. Der RSI von 82 deutet zugleich auf einen stark überhitzten kurzfristigen Zustand hin.
Dividende bleibt im Fokus
Trotz der Schwäche wirbt der Titel weiter mit einer hohen Ausschüttung. Die laufende Quartalsdividende beträgt 0,42 Dollar je Aktie, was einer Rendite von 15,6 Prozent entspricht. Die nächste Zahlung ist für den 2. Juli 2026 vorgesehen, Stichtag für den Dividendenanspruch ist der 17. Juni.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte ein Insiderkauf: Daniel Pietrzak kaufte 5.000 Aktien zu 11,25 Dollar. Das ändert am Grundton aber wenig. Solange die Klage, die schwachen Resultate und die vorsichtige Analystensicht zusammenkommen, bleibt der Titel vor allem ein Spiel auf stabile Ausschüttungen — und auf die Frage, ob die Dividende dieses Niveau halten kann.
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