FS KKR Capital Aktie: 900 Millionen Dollar Anleihe bis 2031

FS KKR Capital sichert sich 900 Millionen Dollar frisches Kapital, während Sammelklagen und hohe Ausfallraten den Aktienkurs belasten.

Auf einen Blick:
  • Anleihe über 900 Millionen Dollar platziert
  • Sammelklagen wegen angeblichen Wertpapierbetrugs
  • Aktienkurs seit Jahresbeginn um 28% gefallen
  • Hohe Ausfallquote von 8,1% im Portfolio

FS KKR Capital sichert sich in einem schwierigen Umfeld frisches Kapital in dreistelliger Millionenhöhe. Während die Business Development Company (BDC) ihre Liquidität stärkt, sieht sie sich mit einer Welle von Sammelklagen und operativem Gegenwind konfrontiert. Das Vertrauen am Markt ist nach einem Kurssturz von fast 28 Prozent seit Jahresbeginn spürbar belastet.

Teure Refinanzierung sichert Liquidität

Das Unternehmen schließt aktuell die Ausgabe einer vorrangigen unbesicherten Anleihe über 900 Millionen US-Dollar ab. Die Papiere sind mit einem Kupon von 7,5 Prozent verzinst und laufen bis August 2031. Nach Abzug von Gebühren und Kosten verbleibt ein Nettoerlös von rund 890 Millionen Dollar.

Das Management nutzt die Mittel vorrangig, um bestehende Kreditlinien abzulösen und die Bilanz zu strukturieren. Indes bleibt die Verschuldung hoch. Zuletzt wies der Konzern Verbindlichkeiten von etwa 7,3 Milliarden Dollar aus.

Juristischer Druck und Portfolio-Schwäche

Parallel zur Kapitalbeschaffung verschärft sich die juristische Lage. Mehrere Anwaltskanzleien treiben Klagen wegen mutmaßlichen Wertpapierbetrugs voran. Die Vorwürfe wiegen schwer: Das Management soll Anleger über die tatsächliche Werthaltigkeit des Portfolios und die Effektivität von Restrukturierungen getäuscht haben.

Diese Probleme traten im Februar 2026 offen zutage, als eine drastische Kürzung der Quartalsdividende den Kurs einbrechen ließ. Marktbeobachter verweisen zudem auf die hohe Quote notleidender Kredite. Diese sogenannten Non-Accruals belaufen sich aktuell auf 8,1 Prozent der gesamten Portfoliokosten.

Kurs unter Druck

An der Börse notiert die Aktie derzeit bei 9,21 Euro und damit rund 52 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 19,38 Euro. Ein öffentliches Kaufangebot über 11,00 Dollar je Aktie stützt den Kurs zwar strukturell ab, die Marktnotierung verharrt jedoch deutlich darunter.

Geschädigte Aktionäre haben noch bis Anfang Juli Zeit, sich als Hauptkläger in den laufenden Verfahren zu melden. Für die kommenden Monate wird entscheidend sein, ob FS KKR Capital die Ausfallraten im Portfolio stabilisieren kann. Die hohen Zinskosten der neuen Anleihe erhöhen derweil den Druck auf die künftigen Erträge.

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